Kevelaer: Neuer Anlauf bei Terporten
VON STEFAN GILSBACH - zuletzt aktualisiert: 20.03.2009Kevelaer (RPO). Ende März wird die Stadt Kevelaer Gespräche mit dem Eigentümer des Geländes an der Lindenstraße führen. Ziel ist es, die Möglichkeit einer Ansiedlung von Einzelhandel vor Ort zu klären – ausgenommen sind Lebensmittel.
Seit Jahren ist eine mögliche Nutzung des so genannten Terporten-Geländes im Norden Kevelaers im Gespräch. Viele Konzepte für eine Ansiedlung wurden bereits vorgestellt, diskutiert und verworfen. Nun gibt es einen neuen Anlauf, wie der Dr. Klaus-Peter Schacht bestätigt. Der Krefelder Anwalt ist Bevollmächtigter des Grundstücks-Eigentümers Michael Terporten.
Gerüchte zurückgewiesen
In Kevelaer machen zurzeit Gerüchte die Runde, dass süddeutsche Investoren Interesse an dem Gelände haben. Davon sei ihm nichts bekannt, stellt Klaus-Peter Schacht klar. Er könne sich aber gut vorstellen, wie diese Gerüchte entstanden seien. "Herr Terporten hat einen Anwaltskollegen aus Süddeutschland, Hans-Dieter Scheerer, hinzugezogen."
Pläne und Konzepte
Zu den Konzepten, die für das Terporten-Gelände vorgesehen waren, gehörte unter anderem die Ansiedlung eines Burger-King-Restaurants. Der Betrieb entstand schließlich weiter südlich an der B 9. Im November war bekannt geworden, dass die Schnellrestaurant-Kette "Subway" Interesse an einem Standort in Kevelaer zeigt. Anwalt Klaus-Peter Schacht sagte gestern, er könne Pläne für eine Ansiedlung auf dem Terporten-Grundstück nicht bestätigen.
Scheerer leite die Grundstücksgesellschaft einer bekannten Frischemarkt-Kette, sei also beim Thema Einzelhandelsansiedlung besonders erfahren. "Das heißt aber nicht, dass diese Kette Interesse hat, sich in Kevelaer anzusiedeln", betont Schacht. Der Kontakt zwischen Terporten und Scheerer habe sich ganz privat ergeben, denn beide hätten einen Lehrauftrag an der Fachhochschule Pforzheim.
Ein neuer Rohentwurf für die Entwicklung des Terporten-Geländes liege nun vor, berichtet Anwalt Schacht weiter. Um diesen werde es in einem Gespräch mit der Stadt Kevelaer gehen, das für den 31. März vereinbart wurde. Neben Klaus-Peter Schacht sollen daran Michael Terporten selber und Hans-Dieter Scheerer teilnehmen. Es gehe darum zu klären, ob baurechtliche Fragen den Plänen im Wege stehen oder ob die Verwaltung grundsätzlich grünes Licht geben könne. Sollte das der Fall sein, werde die Suche nach einem Investor geführt. Schacht zeigt sich zuversichtlich, dass trotz Finanzkrise Interessenten gefunden werden können: "Die Menschen suchen solide Investitionen, und diese hier wäre eine gute Grundlage."
Welche Einzelhandelsgeschäfte im Detail auf der Fläche nahe der Bundesstraße 9 entstehen könnten, führte Schacht vorerst nicht aus. Sicher sei allerdings, dass keine Lebensmittel, also "zentrenrelevante" Sortimente, verkauft werden sollen.
Bei der Kevelaerer Verwaltung mochte man die neuen Planungen gestern noch nicht bestätigen. "Ich kann dazu noch nichts sagen", erklärte Bürgermeister Axel Stibi, fügte aber hinzu, dass es natürlich erfreulich wäre, wenn sich Investoren für das Gelände fänden.
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