Kevelaer: Produkte fürs gute Gewissen
VON FABIAN VIDACEK - zuletzt aktualisiert: 20.09.2010Kevelaer (RPO). Die "Initiative für Partnerschaft in der Einen Welt" verkauft Waren von Produzenten aus Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika. Mit fairem Handel werden bessere Arbeits- und Lebensbedingungen geschaffen.
Die Organisation
Die GEPA ist Europas größte "Fair-Handels-Organisation" und steht für sozialen und umweltverträglichen Handel. Die Produkte sind in bundesweit circa 800 Weltläden und bei rund 6000 Aktionsgruppen erhältlich, außerdem in vielen Supermärkten und Bioläden. Auch im Onlineshop unter www.gepa.de sind die Produkte zu kaufen, die den Armen helfen sollen.
"Fairer Handel für die Ärmsten der Armen" – so könnte ein Slogan der "GEPA" heißen, der Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt. Die GEPA hat seit ihrer Gründung im Jahre 1975 das Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in vornehmlich Asien, Afrika und Lateinamerika zu verbessern, die unter den ungerechten Strukturen des Weltmarkts leiden und die durch den fairen Handel ein besseres, gerechtes Einkommen erhalten sollen.
Handelsgenossenschaft
Seit über 15 Jahren gibt es in Kevelaer die Initiative für Partnerschaft in der Einen Welt, kurz IPEW. Der Verein bezieht über die GEPA Produkte aus fairem Handel und verkauft die Waren, die zum Beispiel von Kleinbauern, Plantagenarbeitern oder Handwerkern produziert wurden, auf Pfarrfesten, dem Kevelaerer Krippenmarkt oder anderen Veranstaltungen.
"Wir unterstützen den Kreislauf der GEPA, in dem wir deren Produkte kaufen und wieder verkaufen. Entstehen Überschüsse, geht der Gewinn an Projekte in den betroffenen Regionen der südlichen Welt", erklärt Wolfgang Wehner, Gründungsmitglied der IPEW. "Dadurch konnten wir schon viele Projekte unterstützen." Den Menschen aus der Dritten Welt kommt dadurch zum Beispiel eine verbesserte Strom-, Wasser- und Gesundheitsversorgung zu Gute. Auch wird immer versucht, die Arbeitsbedingungen in den "Dritte-Welt_Ländern" zu verbessern.
Das Sortiment, das die IPEW an ihren Ständen anbietet, ist umfangreich. Von Lebensmitteln wie zum Beispiel Schokolade oder Kaffee über handgefertigtes Spielzeug oder Musikinstrumente findet man auch Stoffe und Tücher.
Intensiverer Geschmack
Den Unterschied zwischen den Produkten aus fairem Handel und Produkten aus dem Discounter merkt man nicht nur an den höheren Kosten der "Fair-Trade"-Produkte, sondern auch an deren Qualität. "Die Schokolade aus fairem Handel ist mit einer anderen Schokolade nicht zu vergleichen. Der Geschmack ist viel intensiver, man lernt den Geschmack von Kakao erst richtig kennen", sagt Wehner. Kein Wunder, schließlich wird bei der Herstellung von Schokolade hochwertiger Rohr- statt Industriezucker verwendet. Nur die besten Kakaosorten, heißt es, werden egnutzt. Eine 100-Gramm-Tafel Schokolade kostet bei der IPEW zwischen 1,40 Euro und 1,90 Euro.
Auch die Supermarktketten bieten immer öfter fair gehandelte Produkte an. Gerade erst gab es eine Aktionswoche dazu.
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