Kevelaer: Rathaus wächst um 1468 Quadratmeter
zuletzt aktualisiert: 26.08.2009Kevelaer (RPO). Norbert Killewald, SPD-Bürgermeisterkandidat in Kevelaer, empört sich darüber, dass die Bürger wenige Tage vor der Wahl noch immer nicht genau wüssten, wie groß das neue Rathaus werden soll. Die Niederschrift der Ratssitzung, die vor acht Wochen stattfand, wurde erst jetzt veröffentlicht. Aus ihr gehe hervor, dass das Rathaus um fast 1500 Quadratmeter wachsen werde.
In der Sitzung hatte der Architekt von zusätzlichen 975 Quadratmetern gesprochen. "Auf die Nachfrage, ob es sich um Nettoflächen oder Bruttoflächen handele, wussten Architekt und Bürgermeister damals scheinbar keine Antwort." Killewald: "Wer auf solche Fragen keine Antwort und nichts zu verbergen hat, setzt am nächsten Arbeitstag alle Hebel in Bewegung, um Aufklärung bringen zu können."
Einen kleinen Teil der Antwort habe Stibi nun in der Niederschrift "versteckt". Killewald zitiert: "Die hier genannten 975 Quadratmeter beziehen sich auf den Erweiterungsanbau in nördlicher Richtung. Nach nunmehr vorliegenden Berechnungen des Büros Dejozé & Dr. Ammann beträgt die geplante Erweiterung im Anbau 999 Quadratmeter. Das beinhaltet alle Haupt- und Verkehrsflächen."
Verschwiegen worden sei, wie sehr das Gebäude durch die neue Fassade wachse. Aus der Niederschrift: "Durch die neue Fassade, die an der Süd-West- und der Nord-Ost-Seite um 70 Zentimeter vor die Konstruktion des Altbaus gestellt wird und die Errichtung der mittig liegenden Kombizone, in der Akten- und Technikräume sowie Wartezonen für Besucher liegen, ergeben sich Mehrflächen von rund 468 Quadratmetern."
Bürgermeister Axel Stibi erklärt dazu: "Fakt ist, dass in der Ratssitzung am 30. Juni Irritationen über die 975 Quadratmeter aufgekommen waren. Deshalb ging es mir darum, in der Niederschrift deutlich auszuweisen, dass inklusive Fassade etwa 1468 Quadratmeter hinzu kommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Flächenberechnung die Bürger besonders interessiert, aber das Missverständnis sollte damit aufgeklärt sein. Es ging jetzt vor allem darum, dem Rat für seine endgültige Entscheidung die richtigen Zahlen an die Hand zu geben." Die veranschlagte Bausumme von 8,2 Millionen Euro enthalte auch die "größere" Erweiterung.
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