Kevelaer: Schatzsucher räumen nach Kritik Wälder auf
zuletzt aktualisiert: 15.11.2011Kevelaer (RP). Geocaching, eine Art Schatzsuche im Wald, das neue Trendhobby, hat nicht nur rund 25000 Anhänger allein in Deutschland, sondern auch einige Widersacher. Die Berichterstattung der Rheinischen Post in der vergangenen Woche hat viele Gemüter erhitzt.
Die Rheinische Post berichtete über Revierförster Wolfgang Siepen, der sich um den Kalbecker Wald sorgt, weil Geocacher das natürliche Gleichgewicht aus der Balance brächten.
Viele Leser ärgerten sich vor allem im Internet darüber, dass die Geocacher in den Medien so schlecht wegkämen. Eine Leserin schlägt sogar vor, "im Bereich Kalbeck mal ein Cache in – Trash out" zu machen. Der Tenor der Kommentare: Geocacher wollten den Wald schützen und nicht vermüllen und zerstören, da sind sich alle einig, die sich zu Wort gemeldet haben.
In Kleve haben einige Geocacher bereits bewiesen, dass sie es ernst meinen mit dem Umweltschutz. Den Organisatoren der kürzlichen Säuberungsaktion im Klever Reichswald war es wichtig zu zeigen, dass die Geocacher alles andere tun, als wahllos durch die Natur zu trampeln. Dazu trafen sich 60 Schatzsucher aus dem gesamten Kreis Kleve, um den Wald von Müll zu reinigen.
Die Freiwilligen trugen 25 Säcke Müll zusammen. Im Wald fanden sich nicht nur etliche Verpackungen, sondern auch Kuriositäten wie eingeschweißtes Fleisch, Töpfe und Pfannen. Das ist nicht das erste Mal, dass sich die Geocacher treffen. Friedhofs- und Stadtführungen, besonders durch unbeachtete Gegenden der Region, stehen regelmäßig auf dem Programm.
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