Weeze: Studenten analysieren Weeze
VON ANJA SETTNIK - zuletzt aktualisiert: 03.02.2009Weeze (RPO). Vor allem das neue Wohngebiet im Norden braucht eine gute Anbindung an den Ortskern. Dortmunder TU-Studenten wollen bis zum Sommer einen Verkehrsentwicklungsplan für Weeze erstellen.
Meschede-Freienohl oder Delmenhorst sind keine großen Städte. Im Auftrag beider Orte haben Studenten der Technischen Universität Dortmund schon geforscht. Also ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch Weeze berücksichtigt wurde, als es jetzt angehenden Raumplanern ein Angebot machte. Die Studenten werden im Rahmen eines Studienprojektes der Fakultät Raumplanung unter der Leitung von Professor Christian Holz-Rau bis Juli diesen Jahres einen Verkehrsentwicklungsplan für die Gemeinde Weeze entwickeln.
Ein erstes Treffen
Beim ersten Treffen in Weeze mit Bürgermeister Ulrich Francken und Guido Koenen vom Fachbereich Bauen verschafften sie sich einen ersten Eindruck von der Gemeinde. "Wir sind schon sehr gespannt auf die vielen neuen, kreativen und unkonventionellen Ideen der Studenten", freut sich Francken auf eine fruchtbare Zusammenarbeit. Bis zum Sommer werden die Nachwuchsplaner immer mal wieder vor Ort sein.
Die Untersuchung
Besonders um die Aspekte Erreichbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Leitbild-Verträglichkeit soll's gehen, weiter wird die Projektgruppe die Themen Sicherheit, Mobilität, Umweltverträglichkeit und ein verbessertes Ortsbild bearbeiten.
"Davon, dass die Dortmunder Studenten einen Versuchsraum für eine Verkehrsraumanalyse brauchen, haben wir über den Städte- und Gemeindebund erfahren", berichtet Francken. Dass die Untersuchung vergleichsweise preisgünstig geleistet wird, sei natürlich neben der Hoffnung auf innovative Ideen auch angenehm. "Wir sind ja nicht gezwungen, umzusetzen, was da vorgeschlagen wird." Während die Gemeinde sich von den Studenten Anregungen erhofft, sei es für die Nachwuchs-Akademiker wichtig, praktische Erfahrungen zu sammeln. "Weeze hat viel Erfahrung mit Studentenprojekten: Schon vor Jahren ging es um die Sportstätten und die Christopherusschule, erst kürzlich um eine Sozialraumanalyse, und jetzt fragen wir die jungen Leute, wie unser im Norden der Gemeinde entstehendes Wohngebiet besser an den Ort angeschlossen werden kann", erklärt Francken. Ein vorangegangenes Gespräch mit Prof. Holz-Rau sei recht aufschlussreich gewesen.
Weeze als Fallbeispiel für einen Verkehrsentwicklungsplan bietet ein breites Betätigungsfeld: neue Wohngebiete, Verkehrsknotenpunkte, Unfallschwerpunkte, die Entwicklung des Einzelhandels, die Anbindung an den Flughafen – längst nicht auf alle aktuellen Fragen werden die Studenten Antworten entwickeln können. Bis Mitte April wollen sie einen Zwischenbericht abgeben, in den zum Beispiel auch eine Bürgerbefragung und Gespräche mit Einzelhändlern eingehen sollen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


