Kevelaer: Was wird aus Plantaria?
VON STEFAN GILSBACH - zuletzt aktualisiert: 03.01.2009Kevelaer (RPO). Ein neuer Betreiber ist nach der Insolvenz der Betriebsgesellschaft noch nicht in Sicht. CDU-Politikerin Angelika Kobsch bezeichnet sich eine Zusammenarbeit mit dem benachbaren „Irrland“ als „wünschenswert“.
TWisteden Die Insolvenz der Betreibergesellschaft des Niederrheinparks Plantaria hat in Twisteden Bedauern ausgelöst. „Es hat mich allerdings nicht maßlos überrascht“, räumte die CDU-Ortsvorsitzende Angelika Kobsch ein. Man habe in der Ortschaft schon vorher von den Schwierigkeiten gehört. „Das ist keine schöne Botschaft, besonders im Hinblick auf 14 Personen, die ihren Job verlieren“, sagt die CDU-Politikerin. „Ich bin aber zuversichtlich, dass Lösungen gefunden werden, um einen Weiterbetrieb zu sichern.“
Neuer Pächter noch nicht in Sicht
Betreibergesellschaft
Betroffen von der Insolvenz sind die Plantaria Betriebsgesellschaft und die Verwaltungs GmbH. Der Förderkreis Plantaria hatte das Gelände mit Gebäuden und Tieren im Jahr 2007 erworben. Die Infrastruktur des Parks ist somit nicht durch die Insolvenz gefährdet.
Noch ist ein neuer Pächter des Parks allerdings nicht in Sicht. „Wir stehen noch ganz am Anfang“, erklärt Insolvenzverwalterin Natascha Habura von der Krefelder Kanzlei Klaas und Kollegen. „Wir werden uns erst einmal weitergehende Kenntnisse verschaffen. Noch läuft der Betrieb.“ Das Insolvenzverfahren war am 23. Dezember angemeldet worden. Die Gründe lägen ähnlich wie bei der vorigen Insolvenz im Jahr 2005. Alois Bosch, Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft hatte gegenüber der RP bereits eingeräumt, dass zu wenig Resonanz in der kalten Jahreszeiten Grund für die Insolvenz sei.
Karl-Heinz Kandolf, der in Kleinkevelaer wohnende Fraktionschef der Grünen, meint: „Es war keine Überraschung. Über die Probleme wurde im Ort schon länger geredet.“ Für Kandolf hakt es vor allem an dem Konzept des Parks. „Da muss etwas völlig Neues hin.“
Jörg Vopersal, SPD-Ratsmitglied aus Twisteden, ist froh, dass Gelände, Gebäude und Tiere nicht gefährdet sind. „Das wäre schlecht, und zwar für ganz Kevelaer.“ Der Park gehört einem Förderkreis, der nicht von der Insolvenz betroffen ist. Auch Vopersal vermutet konzeptionelle Probleme: „Ich habe Klagen gehört, die Preise des Parks seien für Familien zu hoch.“
In der Ortschaft wird bereits spekuliert, ob das benachbarte, höchst erfolgreiche Pflanzenlabyrinth „Irrland“ sich bei einem Neubeginn des Plantaria-Parks engagieren wird. Bislang habe sie allerdings noch nichts Konkretes in dieser Richtung gehört, räumt Angelika Kobsch ein. „Ich kann nur sagen: Es wäre wünschenswert, wenn es eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Parks gäbe.“
Eine Stellungnahme von Johannes Tebartz-van Elst, dem Geschäftsführer des „Irrland“-Parks, zu diesem Thema war gestern nicht zu bekommen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


