Fußball: Beide Teams auf Augenhöhe
VON HANS-GERD SCHOUTEN UND FRANK GIPMANN - zuletzt aktualisiert: 20.02.2009Der SV Hönnepel/Niedermörmter erwartet zur Nachholpartie die Gocher Viktoria.
Die Gäste haben in den letzten zurückliegenden Begegnungen den besseren Eindruck hinterlassen.Hönnepel/Niedermörmter contra Viktoria Goch. Ausgerechnet am Karnevalssamstag um 15 Uhr kommt es an der Rheinstraße zum Lokalkampf zweier Teams, die in der Niederrheinliga einen sicheren Mittelplatz belegen und weder mit Auf- noch mit Abstieg etwas zu tun haben werden. Die Gäste aus der Weberstadt kommen mit einem Punkt Vorsprung zu den Schwarz-Gelben.
Das gastgebende Team von Jan Kilkens wartet seit dem 5. Oktober - 2:0 gegen Schonnebeck - auf einen dreifachen Punktgewinn, hat danach aus acht Spielen nur noch sechs Punkte geholt und gerade mal fünf Tore erzielt.
Am Mittwoch verlor man ein Testspiel beim Bezirksligisten BW Oberhausen mit 2:3. Kilkens war mit der Einstellung alles andere als zufrieden: "Man kann nicht immer den Fuß wegziehen, um sich nicht zu verletzen." Mit Joey Massop und Tim Sanders wurden dennoch zwei Akteure angeschlagen. Ihr Einsatz erscheint ebenso gefährdet wie der von Fabian Wenten und Daniel Boldt.
Niederrheinliga-Derby
Im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt sind der SV Hönnepel/Niedermörmter und die Gocher Viktoria, die einen Zähler mehr auf dem Konto hat. In der Offensive haben die Weberstädter mit 25 gegenüber 13 Toren klare Vorteile, während die Defensive das Prunkstück des SV Hö./Nie. ist. Nur 13 Gegentreffer kassierte man.
Auch Neuzugang Umran Boyizik steht aus familiären Gründen nicht zur Verfügung. Dafür rücken Dirk van Bonn und Michel Tißen wieder in der Kader. Der niederländische Coach glaubt trotzdem an eine Siegchance gegen die Gocher: "Ich erwarte eine Trotzreaktion der Mannschaft."
Auf Viktoria-Seite wird dem Derby bereits entgegengefiebert: "Wir haben am Mittwoch zum ersten Mal wieder auf Rasen trainiert und freuen uns wie die Kinder, dass es jetzt wieder richtig losgeht, und das noch mit einem Derby", will Trainer Thomas von Kuczkowski die Spielfreude ins Duell mit dem Lokalrivalen transportieren. Aufgrund der tabellarischen Ausgangsposition verspricht er einen "entfesselten Auftritt" ohne taktische Zwänge. Das 4:1 in Cronenberg vor 14 Tagen hat die Distanz zu den Abstiegsrängen auf elf Zähler schwellen lassen. "Hö./Nie. war uns zu Beginn der Saison um einige Punkte enteilt, jetzt sind wir vorbeigezogen und begegnen uns auf Augenhöhe. Wir werden uns nicht verstecken", kündigt er eine offensive Ausrichtung an wohl wissend um die außergewöhnliche Stärke der gegnerischen Defensive, die entsprechend gefordert werden soll. Personell ist von Kuczkowski wieder um ein, zwei Alternativen reicher. Dennis Thyssen und Poli Minas sind nach Bänderverletzungen wieder im Kader. Verzichten muss der Gocher Coach lediglich noch auf die Langzeitverletzten Ernes Tiganj und Stephan Gregor. Über die Saison hinaus haben mit Kapitän Sebastian Schulte-Kellinghaus, Frank Rörthmans, Hajo Peters und Tim Haal weitere Stützpfeiler für die nächste Spielzeit zugesagt.
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