Fußball: Der „Tiga“ faucht wieder
VON RALF BUCHWALD - zuletzt aktualisiert: 14.04.2008Die Gocher Viktoria setzt ihren Siegeszug weiter fort. Ein Treffer von Ernes Tiganj sicherte den Weberstädtern einen 1:0-Erfolg in Rhede. Einziger Wermutstropfen war ein Feldverweis gegen Hajo Peters.
VfL Rhede - Viktoria 0:1
Rhede: Swoboda – Assfelder, Lütkebomert, Rademaker, Spieker (56.van Harten), Bugla, Wigger (70.Balci), Hebing, Wenzel-Teuber, Elsinghorst, Banas
Viktoria: Minas – Tröckes, Rörthmans, Peters, Dehn, Köhler, A.Schulz, Galster (73.Klopacz), J.Schulz, Kus (80.Gregor), Tiganj (87.Offermanns)
Tor: 0:1 Tiganj (47.)
Rot: Peters (78.)
Die Gocher Viktoria bleibt in 2008 ungeschlagen und lässt sich auf ihrem Beutezug nicht bremsen – und das schon gar nicht vom Lieblingsgegner, dem VfL Rhede. Auch im vierten Duell seit dem Aufstieg der Westfalen in die Verbandsliga blieben die Rheder gegen die Weberstädter ohne Torerfolg. So reichte den Gochern ein Treffer des herausragenden Ernes Tiganj kurz nach dem Wechsel zum 1:0-Auswärtserfolg. Der Gocher Sieg hätte aber aufgrund der Spielanteile durchaus auch höher ausfallen können. Ernsthaft in Gefahr geriet er lediglich in den Schlussminuten, als die Gocher durch einen Feldverweis gegen Innenverteidiger Hajo Peters in Unterzahl agierten. „Wir sind super aus der Halbzeit gekommen und hätten das zweite oder auch dritte Tor machen müssen. Letztlich haben wir das 1:0 aber clever verteidigt“, registrierte ein zufriedener Hartmut Scholz. In einer an Höhepunkten armen ersten Hälfte kamen die Gocher besser ins Spiel. Auf schlecht bespielbarem Geläuf fiel es beiden Teams zunächst schwer für spielerische Akzente zu sorgen. Nach Vorstoß von Stefan Galster über rechts setzte Andreas Schulz per Kopfballtreffer ein erstes Ausrufezeichen, doch Schiedsrichter Torsten Nellen hatte ein Aufstützen gesehen (6.). Rhede hatte außer einem 35 Meter-Versuch von Lütkebomert nichts zu verzeichnen. Bei den optisch überlegenen Gochern fehlte der letzte Pass. Das sollte sich nach dem Wechsel ändern. Nach einem beherzten Sololauf über 60 Meter bediente Stefan Galster Andre Köhler per scharfer Hereingabe. Köhler traf nur den Pfosten, doch Ernes Tiganj nahm den Abpraller auf und versenkte den Ball aus der Drehung zum 0:1 in den Winkel (47.). Goch diktierte weiter, versäumte nur nachzulegen. Asim Kus tauchte freigespielt alleine vor Swoboda auf, umkurvte den Rheder Keeper, doch sein Schuss wurde im letzten Moment geblockt (51.). Nach Slalom durch die Gegner fehlte dem in dieser Situation zu eigensinnigen Tiganj das Auge für seinen freien Sturmkollegen (58.). Rhede agierte offensiv einfallslos. Als sich Wenzel-Teuber dann einmal die Gelegenheit bot, alleine auf Poli Minas zuzulaufen, war Hajo Peters stellvertretend für die sichere Gocher Defensive zur Stelle (69.). Die Gocher Idylle störte lediglich der gegen ihn wenig später verhängte Platzverweis. Bei einem Tackling an der Außenlinie kam Peters einen Moment zu spät und erwischte den Gegner. Die Rote Karte durch den Unparteiischen war vertretbar (78.). Ernes Tiganj, der sich bestens aufgelegt präsentierte, hätte die Gemüter gleich wieder beruhigen können. Statt den Ball alleine vor Swoboda einzuschieben, wollte er aber zaubern. Sein Lupfer flog vorbei am Tor (80.). Folgen hatte dieses jedoch keine mehr. Rhede blieb trotz Überzahl recht harmlos.
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