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Fußball: Dezimiert, aber kampfstark

VON RALF BUCHWALD - zuletzt aktualisiert: 05.03.2007

Drei Verletzte und zwei Gelb-Rote Karten brachen früh den Gocher Angriffselan im Ligaalltag gegen den 1.FC Viersen nach dem Coup in Düsseldorf. Dank starker kämpferischer Leistung erreichte die Viktoria trotzdem ein 0:0.

Auf dem schwer bespielbaren Nebenplatz des Hubert-Houben-Stadions erkämpfte sich die Gocher Viktoria gegen Viersen ein torloses Remis. Die Schwarz-Roten haderten mit dem Schiedsrichter.  Foto: RPO
Auf dem schwer bespielbaren Nebenplatz des Hubert-Houben-Stadions erkämpfte sich die Gocher Viktoria gegen Viersen ein torloses Remis. Die Schwarz-Roten haderten mit dem Schiedsrichter. Foto: RPO

Die Euphorie aus dem Überraschungscoup bei Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf II wollte Viktoria-Coach Hartmut Scholz von seinen Jungs zu gerne mit in den Ligaalltag gegen den 1.FC Viersen genommen wissen. Doch äußere Umstände, Spielverlauf und der übertrieben kleinlich pfeifende und den Gochern nicht gerade wohl gesonnene Schiedsrichter Sebastian Kötter durchkreuzten Scholz´ Wunschvorstellung. In einem typischen Kampfspiel ließen sich die Weberstädter dennoch nicht unterkriegen und ergatterten beim 0:0 trotz zweier Feldverweise gegen Bünyamin Kilic und Dawid Klopacz immerhin noch einen verdienten Punkt.

Info

Viktoria - Viersen 0:0

Viktoria: Siepmann – Danisch, Rörthmans, Dehn, Wildschütz (8.Krohn), Tebart, Galster (20.Gregor, 65.Strübing), Klopacz, Bükrü, Kilic, Tiganj

Viersen: Gerdes – Enache, Feldberg (63.Bödecker), Backhaus, Linser, Kempers, Franken, Banasch, Meier (85.Kremer), Ildeniz (85.Schmitz), Ballis

Gelb-Rot: Kilic (40.), Klopacz (82.)

Bei miserablen Bodenverhältnissen auf dem Nebenplatz des Hubert-Houben-Stadions taten sich dabei beide Teams sehr schwer. Viersens Coach Willi Kehrberg sah hierin eine Hauptursache für das schwache Auftreten seiner Elf: „Das Spiel hätte man in der Verbandsliga nicht anpfeifen dürfen. Meine Mannschaft hat versucht Fußball zu spielen, aber das ging hier nicht.“ Hartmut Scholz zeigte sich unter den gegebenen Umständen mit dem Punkt zufrieden: „Bei Neun gegen Zwölf ist eben nicht mehr drin. Drei Muskelverletzungen und zwei Feldverweise in einem Spiel habe ich auch noch nicht erlebt“, haderte er in erster Linie mit dem Unparteiischen. Dabei hatten sich die ersten 20 Minutengut angelassen. Scholz hatte der in Düsseldorf siegreichen Elf vertraut, die Viktoria begann dynamisch, kam allerdings nur zu einer Großchance: Einen Freistoß von Kapitän Frank Rörthmans lenkte Gerdes glänzend zur Ecke (3.). Mit Marc Wildschütz schied der erste Gocher verletzt aus und spätestens als ihm Stefan Galster folgte (20.), war der Spielfluss dahin. Die Teams neutralisierten sich im Mittelfeld. Der einzige Viersener Versuch in Hälfte Eins von Björn Feldberg kam allenfalls für einen Bonuspunkt beim American Football in Frage (32.). Der personelle Aderlass bei der Viktoria sollte weitergehen. Bünyamin Kilic musste nach übermotiviertem Nachsetzen zum Duschen (40.). Seine erste Gelbe Karte wegen Handspiels war allerdings höchst zweifelhaft. Nicht nur in dieser Szene ließ der Mann in Schwarz jegliches Fingerspitzengefühl vermissen.

Doch die Viersener präsentierten sich in der Folge in Überzahl zwar optisch leicht überlegen, aber absolut einfallslos. So fiel es den Gochern leicht das 0:0 zu verteidigen, sie schienen sogar eher für ein Tor in Frage zu kommen. Tiganj traf den Ball bei seinem Aufsetzer nicht richtig (77.). Erst nach dem zweiten ebenso überharten Platzverweis gegen Dawid Klopacz (82.) kam Viersen zur einzigen Riesenchance, doch Marcel Siepmann war beim Schuss von Jan Ballis auf dem Posten (85.).

Quelle: RP

 
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