Fußball: Drei Fehler - drei Gegentore
VON HELMUT VEHRESCHILD - zuletzt aktualisiert: 18.08.2008Fußball-Regionalliga: Der 1. FC Kleve kassierte beim FSV Ludwigshafen-Oggersheim eine vermeidbare 2:3-Auftaktniederlage. Umut Akpinar und Patrick Schnier besorgten die Treffer für van Lents Elf.
Das hatten sich die Verantwortlichen des 1. FC Kleve wohl ganz anders vorgestellt. Das „Abenteuer Regionalliga“ begann gleich mit einer Niederlage. Individuelle Fehler bescherten den im grünen Auswärtsdress angetretenen Klevern eine 2:3-Auftaktschlappe beim FSV Ludwigshafen-Oggersheim. Dabei hatte es in der ersten Viertelstunde noch verheißungsvoll ausgesehen. Patrick Schnier, der Uerdinger Neuzugang, hatte gar die FC-Führung auf dem Fuß, zielte aber aus spitzem Winkel um Zentimeter daneben (12.).
Ungläubiges Staunen
Jubeln durften dagegen die Platzherren. Leithmann hatte einen Freistoß in den FC-Strafraum geschlagen, Martin Gollasch war vor Michael Jaliens am Ball und markierte mit dem Kopf die 1:0-Führung (15.). Und es sollte noch ärger kommen: Müller parierte zwar eine Leithmann-Ecke, doch aus dem Hintergrund zog Hajri zum 2:0 ab (26.). „Die spielen besser und wir führen 2:0“, wunderte sich ein Mannheimer Pressekollege. Und er sollte noch ungläubiger staunen, weil fast mit dem Pausenpfiff das 3:0 fiel. Ein kurioser Treffer: Der Ball flog über 40 Meter weit in die Klever Hälfte, Patrick Behrendt, allein auf weiter Flur, strauchelte und legte sich lang auf den Rasen. Alan Dos Santos nahm das Geschenk dankend entgegen und spielte Müller mühelos aus (44.).
Ludwigsh. - Kleve 3:2
Kleve-Wechsel: 46. Klimczok (2) für Goncalves, 64. Koep (4) für Schwarz, 70. Jovanovic (2) für Sendag FSV Ludwigshafen-Oggersheim: Knödler - Daribor Gataric, Vidakovic, Hajri, Krettek, Gollasch (46. Zecini), Kassem Saad, Leithmann, Danijel Gataric (80. Lapidakis), Dos Santos, Helmel (70. Arslan)
Tore: 1:0 Gollasch (15.), 2:0 Hajri (26.), 3:0 Dos Santos (44.) Gelbe Karten: Danijel Gataric, Dalibor Gataric, Leithmann; Kempe, Zeh, Koep, Jaliens Schiedsrichter: Markus Sinn (2) aus Filderstadt Zuschauer: 800
Debakel blieb aus
Für die zweiten 45 Minuten befürchteten die FC-Fans das Schlimmste. Ein Debakel blieb aber aus. Im Gegenteil: Kleve kontrollierte die Partie und hatte im eingewechselten Blitz-Transfer Marek Klimczok seinen besten Akteur. Als Umut Akpinar mit einem Kopfball der Anschlusstreffer zum 1:3 gelang (53.), keimte Hoffnung auf. Wer weiß, wie es ausgegangenen wäre, wenn der Volleyschuss von Klimczok nicht am Pfosten, sondern im Tor gelandet wäre (74.). So dauerte es bis zur 84. Minute, ehe Patrick Schnier im zweiten Versuch erfolgreich blieb und auf 2:3 verkürzte. Zum Ausgleich reichte es indes nicht mehr.
Fassungslosigkeit in den Klever Reihen. Ein Spiel, das über weite Strecken klar dominiert wurde, war verloren gegangen.
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