Fußball: Ein Derby ist nun mal ein Derby
VON HELMUT VEHRESCHILD UND DANIEL GONZALES - zuletzt aktualisiert: 25.08.2007Am Sonntag um 15 Uhr kommt der SV Straelen in die Volksbank-Arena am Bresserberg. Der 1. FC Kleve möchte seine gute Ausgangsposition untermauern.
In Kleve grassiert das Fußball-Fieber. Nach der eher durchwachsenen vergangenen Saison, die dem Oberliga-Klub einen erheblichen Zuschauerrückgang bescherte, ist rund um den Bresserberg neue Begeisterung zu spüren. Der 1. FC Kleve ist nach dem optimalen Saisonstart - in vier Begegnungen gab es drei Siege und ein Unentschieden - wieder ein Gesprächsthema in der Schwanenstadt. Ganz besonders an diesem Wochenende, schließlich steigt nach dem Abstieg des 1. FC Bocholt am morgigen Sonntag um 15 Uhr in der Volksbank-Arena das einzige Lokalderby der laufenden Spielzeit vor heimischer Kulisse gegen den alten Rivalen SV Straelen. Gegen die „Blumenpflücker“, so der Kosename der FC-Fans für die Elf um Hermann Tecklenburg und Martina Voss, soll die augenblickliche Erfolgsserie fortgesetzt werden.
Mittwoch Pokalspiel
Nach dem morgigen Oberliga-Derby bleibt dem 1. FC Kleve kaum Zeit zum Verschnaufen. Bereits am kommenden Mittwoch, 29. August, steht die erste Pokalrunde auf Niederrheinebene beim SV Neukirchen an. Anstoß: 18.30 Uhr
Im personellen Bereich muss Trainer Arie van Lent allerdings Abstriche machen. Abwehrchef Timo Stock, der zurzeit von Heinrich Losing glänzend vertreten wird, ist zwar wieder im Kader, aber noch nicht einsatzbereit. Fabio Lopes-Pereira hat sich eine Zerrung zugezogen, die ein Mitwirken unwahrscheinlich macht. Darüber hinaus sind die Rotsünder Ricardo Borba und Adrian Mahr gesperrt. Gejammert wird aber nicht, schließlich hat van Lent in Ercan Sendag und Fouad Soudad Ergänzungsspieler in der Hinterhand, auf die in der Viererkette sowie im Sturm Verlass ist. Auf dem Sprung in die Anfangsformation ist Lutz Pastoors, der gegen seinen früheren Klub gerne mitwirken würde.
„Wenn wir ganz nach oben wollen, müssen wir konzentriert bleiben. Ein Derby ist nun mal ein Derby“, warnt Arie van Lent seine Schützlinge davor, den SV Straelen womöglich zu unterschätzen. Schließlich gilt es die gute Ausgangsposition für die kommenden schweren Auswärtsspiele in Köln und Dattenfeld zu untermauern.
So chancenlos, wie die Tabelle es vermuten lässt, sehen die Verantwortlichen beim SV Straelen die eigene Mannschaft gar nicht. Natürlich sagt auch SVS-Teamchefin Martina Voss: „Schon wegen der Tabellenkonstellation ist Kleve der Favorit!“ Was allerdings für Optimismus sorgt ist die nicht unerhebliche Liste der fehlenden Spieler des Gegners. Interessant zu sehen sein dürfte, wie die zuletzt arg schwächelnden SVS-Außenverteidiger aussehen werden. Wie der SVS den starken Klever Offensivleuten begegnen wird, ist noch nicht entschieden. Allerdings gilt als wahrscheinlich, dass der SV Straelen wieder mit Libero auflaufen wird Diesen Part spielte Sebastian Clarke gegen Köln überzeugend. Fehlen wird Ronny Ernst, der mit einem Muskelfaserriß zwei Wochen ausfällt. Das Spiel gegen den 1. FC Köln II brachte für den SV Straelen einige Probleme mit sich. So mussten Ronny Ernst (Zerrung) und Hajo Peters verletzt runter. Zumindest Peters spielte beim Test am Mittwoch gegen Sonsbeck (6:0) wieder. An einer Achillessehnenreizung leidet Skito Litimba, sein Einsatz ist fraglich. Weiter fehlen werden Pütters, Scherbe und Szymaszek.
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