Fußball: Grün-Gelbe Wochen
VON FRANK GIPMANN - zuletzt aktualisiert: 07.11.2008Der Spielplaner hat der Gocher Viktoria Derbytreffen mit dem SV Straelen in geballter Form verordnet. Zum Auftakt geht es für die von Kuczkowski-Elf am Sonntag zur Erstvertretung des SV Straelen an die Römerstraße.
Zwei Spielzeiten lang mussten die Gocher nach dem Aufstieg des SVS in die Oberliga gänzlich auf das geliebte Derby mit dem Südrivalen SV Straelen verzichten, diese Saison steht das Duell in der Niederrheinliga dafür gleich viermal auf dem Plan. Möglich machen es der Abstieg des SV Straelen I aus der Oberliga und der gleichzeitige Aufstieg des SV Straelen II aus der Landesliga.
Die erste Hälfte des Lokalduells steigt nun gleich binnen einer guten Woche: Bevor die Straelener Reserve in der Weberstadt gastiert, steigt das „große Derby“ der beiden Erstvertretungen zunächst an diesem Sonntag an der Römerstraße. „Das ist natürlich kein Spiel wie jedes andere für uns“, räumt Viktoria-Coach Thomas von Kuczkowski denn auch ein. Schließlich spielen hüben wie drüben einige Akteure, die auch schon das Trikot des Gegners trugen. Tim Janz, Sebastian Schulte-Kellinghaus, Hajo Peters auf Gocher Seite, aber auch ein Bernd Willems auf Seiten der Blumenstädter seien nur beispielhaft erwähnt.
SV Straelen
Die neu formierten Straelener verkaufen sich in der Niederrheinliga weit besser als einige Mitabsteiger. „Es ist uns ganz gut gelungen, die einzelnen Teile aus gestandenen, jungen und neuen Spielern zusammen zu fügen“, lässt Trainer Horst Kucharz verlauten. Insbesondere vor David Pooth und Niklas van Houdt hat Gegenüber Thomas von Kuczkowski größten Respekt.
Bei aller Rivalität fordert „Kucze“ von seinen Schützlingen einen motivierten Auftritt mit kühlem Kopf. Der Respekt vor dem Gegner ist gehörig: „Straelen ist personell sicher eines der besseren Teams der Liga. Der Verein verfügt über ausgezeichnete Trainingsbedingungen. Die Truppe hat sich nach dem Abstieg besser gefangen als andere Absteiger.“ Die Tabelle rechtfertigt derartige Schlüsse, rangieren die Blumenstädter doch auf dem dritten Platz hinter Solingen und Speldorf. Die Tuchfühlung zur Spitze ging erst am letzten Wochenende durch ein 0:2 bei TuRu Düsseldorf verloren. Zuhause an der Römerstraße kann die von Horst Kucharz trainierte Elf auf eine „blütenweiße Weste“ mit fünf Siegen aus fünf Spielen bei 8:0-Toren verweisen. „Dann wird es ja höchste Zeit an der Bilanz etwas zu ändern“, möchte von Kuczkowski dem Gegner nicht nur das erste Heimgegentor einschenken, sondern mindestens auch einen Punkt mit in die Weberstadt nehmen.
„Wir haben gegen Solingen 70 Minuten lang den Spitzenreiter dominiert. Da sollte uns nicht bange sein“, gibt er sich optimistisch und erhofft sich eine bessere Chancenverwertung seiner Schützlinge. Torgefahr beschwor in den letzten Wochen in erster Linie Stefan Galster herauf. Asim Kus bleibt nicht erst seit dem verschossenen Elfmeter gegen Solingen das Sorgenkind. „Asim muss mehr Bereitschaft zeigen im Spiel, allerdings sind auch die anderen gefragt ihn besser zu unterstützen. Wenn er erstmal wieder getroffen hat, geht vieles wieder leichter“, hält von Kuczkowski an seinem verunsicherten Sturmführer fest und denkt über die Aufbietung einer zweiten Spitze zur Entlastung nach.
Schmerzlich vermisst wird in vorderster Front weiterhin der Langzeitverletzte Ernes Tiganj. Dazu fällt mit Kazim Ger (Bänderriss) eine weitere Alternative für die Offensive vorerst aus.
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