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Fußball: Kämpfen für den „Tiger“

VON FRANK GIPMANN - zuletzt aktualisiert: 05.09.2008

Die Personallage bei der Viktoria wird immer bedrohlicher. Ernes Tiganj fällt mit Kreuzbandriss lange aus. Bei Turu Düsseldorf soll das Team am Sonntag für seinen Stürmer spielen (Anstoß 15 Uhr).

Personell geht die Gocher Viktoria in der Niederrheinliga zurzeit auf dem Zahnfleisch. Bei Turu Düsseldorf soll eine Notbesetzung für die nötigen Zähler sorgen.  Foto: RPO
Personell geht die Gocher Viktoria in der Niederrheinliga zurzeit auf dem Zahnfleisch. Bei Turu Düsseldorf soll eine Notbesetzung für die nötigen Zähler sorgen. Foto: RPO

Besonders weit zählen muss Thomas von Kuczkowski nicht mehr, wenn es darum geht, wen er für die sonntägliche Aufgabe bei Turu Düsseldorf noch nominieren kann. Die ohnehin angespannte Personallage hat sich gegenüber der Vorwoche weiter dramatisiert. Besonders schmerzt der langfristige Ausfall von Ernes Tiganj. Nachdem „der Tiger“ gegen Kapellen-Erft im Rasen hängen geblieben war, bewahrheiteten sich nun die schlimmsten Befürchtungen: Aufgrund eines bereits operierten Kreuzbandrisses wird der schnelle Stürmer den Gochern zumindest in der Hinserie und vermutlich auch in weiten Teilen der Rückrunde fehlen. „Tiga ist natürlich niedergeschlagen im Moment. Das kommende Spiel in Düsseldorf wollen wir ihm widmen. Die Jungs werden alles geben und wir hoffen, dass wir ihm mit einem Erfolg Motivation geben können, sich wieder schnellstmöglich heranzukämpfen“, verhehlt von Kuczkowski nicht, dass die schwere Verletzung des beliebten Mannschaftsgefährten die ganze Truppe beeindruckt. „Wir werden die Köpfe aber sicher nicht in den Sand stecken. Viel größer als jetzt können die Verletzungsprobleme ja nicht mehr werden“, möchte von Kuczkowski der Situation trotzen.

Info

Turu Düsseldorf

Nach der verpassten Qualifikation für die NRW-Liga haben die Verantwortlichen der Landeshauptstädter den Abstieg zu einem personellen Umbruch genutzt. Dabei setzt Turu voll und ganz auf junge, talentierte Spieler mit engem Bezug zu Düsseldorf. Der Altersschnitt liegt nur knapp über 20 Jahre. Nach drei Spieltagen sind die Düsseldorfer noch sieglos.

Zu beneiden um das nötige Personalpuzzle vor der Partie in Düsseldorf ist der Gocher Coach jedenfalls nicht. Zu allem Überfluss erlitt Kapitän Sebastian Schulte-Kellinghaus im Training am Dienstagabend noch eine Platzwunde über dem Auge, wird aber wohl am Sonntag auflaufen können. Frank Rörthmans trainiert zwar wieder mit der Mannschaft, ob es für einen Einsatz von Beginn an reicht, ist aber mehr als fraglich. Christian Offermanns wird nach Schulter-OP noch einige Wochen brauchen. Stephan Gregor (Fußprellung), Hajo Peters (Adduktorenprobleme) und der angeschlagene Daniel Tröckes konnten bisher nur Lauftraining absolvieren. Mit Stefan Willemsen trainierte vorsorglich ein A-Junior in dieser Woche mit. Zudem wird wohl der Joker gezogen: „Standby-Oldie“ Olcay Bükrü, der inzwischen die Jugendabteilung von Bayer 05 Uerdingen leitet, soll aufgrund der Engpässe für einen Einsatz im Mittelfeld reaktiviert werden. Bükrü, der dem Verein stets verbunden geblieben ist, hat bereits seine Bereitschaft signalisiert.

Vor dem Hintergrund der Verletzungen schmerzen die Sperren für Hikmet Eroglu und Asim Kus immer mehr, zumal nach dem Ausfall von Tiganj im Sturm alle Hoffnungen auf Asim Kus ruhen. Wie die bereits gegen Kapellen-Erft vermisste Durchschlagskraft im Spiel nach vorne erreicht werden soll, wird eine der vielen schweren Aufgaben von Thomas von Kuczkowski sein. Im Trainingsbetrieb standen Torschüsse und Abschlusssituationen in dieser Woche weit oben auf der Liste.

„In dieser Situation müssen wir über die Einstellung und Motivation kommen. Dann spielt es gar keine so große Rolle, wer auf dem Platz steht“, gibt „Kucze“ sich kämpferisch.

Quelle: RP

 
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