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Klever Berglauf: Nichts für schwache Waden

VON JENS HELMUS - zuletzt aktualisiert: 05.09.2010 - 21:50

Rund 800 Läuferinnen und Läufer gingen bei der 4. Auflage des Klever Berglaufes an den Start. Den Sparkassen-Hauptlauf über 7500 Meter gewann Dave Mölders vom LV Marathon Kleve. Zum ersten Mal fand in diesem Jahr ein Treppenlauf statt, bei dem die Läufer 232 Stufen erklimmen mussten.

Die vierte Auflage des Klever Berglaufes war ein voller Erfolg: Fast 800 Laufbegeisterte versammelten sich am Samstag am Elsabrunnen, um in acht Läufen gegeneinander anzutreten: Vom 400 Meter-Bambinilauf bis hin zum Sparkassen-Hauptlauf (7500 Meter) mit satten 48 Metern Höhenunterschied war für jeden Lauffreund, egal ob jung oder alt, die passende Herausforderung dabei.

Und auch hartgesottene Bergsteiger und Treppenbezwinger kamen am Samstag auf ihre Kosten: Der LV Marathon Kleve, der den Berglauf in Zusammenarbeit mit der Stadt Kleve veranstaltete, bot erstmals einen Treppenlauf an, bei dem es 232 Stufen zu überwinden galt, vom Ufer des Kermisdahl bis in den Spiegelturm der Schwanenburg - nichts für schwache Waden.

Info

Reizvolle Strecke

"Der Berglauf ist hart, aber reizvoll", sagt Gerd Mölders über die Veranstaltung. Es geht bergauf und bergab – wer selber läuft, weiß, dass jeder Meter Höhenunterschied Kraft kostet.

Kampf gegen die Treppen

27 mutige Freiwillige hatten sich gefunden, um an der neuen Berglauf-Disziplin teilzunehmen. 23 von ihnen konnten alle 232 Stufen bezwingen und erreichten trotz brennender Oberschenkel den Spiegelturm der Schwanenburg: Am schnellsten war Florian Laukamp (Runners Point Kleve), als erste Frau erreichte Christina van Heukelum (KSV Kevelaer) das Ziel des Treppenlaufes. Einige Höhenmeter zu überwinden galt es auch beim Sparkassen-Hauptlauf über 7500 Meter: Um 17.30 Uhr fiel der Startschuss für den Wettbewerb rund um die Schwanenburg, am Ende hatte ein alter Bekannter die Nase vorn: Dave Mölders erreichte nach 26:10 Minuten als Erster das Ziel am Elsabrunnen.

Für den Läufer vom LV Marathon Kleve ein besonderer Sieg, schließlich ist sein Verein der Ausrichter des Wettbewerbes. Für Mölders ist der gewonnene Berglauf zudem eine gelungene Probe für den Berlin-Marathon, bei dem er am 26. September an den Start gehen wird. Den zweiten Platz belegte Theo Aymanns (Alemannia Pfalzdorf) mit 26:48 Minuten, vor Christian Wimmer (LV Marathon Kleve) mit 27:34 Minuten. Als schnellste Frau kam Michaela Born (TSV Weeze) nach 33:41 Minuten ins Ziel. Auch beim von der Rheinischen Post gesponserten Firmen- und Jedermannlauf hatten die Gastgeber die Nase vorn: Andreas Gerrits brachte die 3782 Meter lange Strecke in 12:32 Minuten als Erster hinter sich, vor Nachwuchs-Hoffnung Denis Schatilow (Bunert Kleve Running Team), Jahrgang 1994, der 12:49 Minuten brauchte. Bei den Frauen gewann Kerstin van Embden (Mönks + Scheer) mit 16:29 Minuten.

Nachwuchs stark vertreten

Besonders beim Grundschullauf konnten sich die Veranstalter wieder über eine rege Teilnahme freuen – 240 Kinder gingen an den Start. Schnellster Junge wurde Leander Derksen von der St. Michael Grundschule Reichswalde, er legte die 800 Meter in 2:35 Minuten zurück. Als erstes Mädchen erreichte Schulkameradin Zara Rickes (2:52 Minuten) das Ziel. Im Schülerlauf über 1923 Meter gewann Armin Beus vom Stein-Gymnasium mit 6:49 Minuten, Stefanie Katschak vom SV Sonsbeck wurde mit 7:38 Minuten die schnellste weibliche Teilnehmerin. Und nicht zuletzt die Kleinsten, die beim 400 Meter-Lauf ihr Bestes gaben: Jette Roosen, Jahrgang 2003, erreichte nach 1:07 Minuten als Erste das Ziel, vor Pauline Schultze (LAV Goch-Kessel) und Luca Heckershoff (Siegfried Materborn).

Gerd Mölders, Vorsitzender des LV Marathon Kleve, sprach von einer erfolgreichen vierten Auflage des Klever Berglaufes: "Die Begeisterung war da, bei den Zuschauern und bei den Aktiven. Wir konnten mit unserem Lauf wieder viele Menschen in die Klever Innenstadt holen", sagte Gerd Mölders.

Quelle: RP

 
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