Fußball: Optimum herausgeholt
VON FRANK GIPMANN - zuletzt aktualisiert: 08.09.2008Mit dezimiertem Kader kam die Gocher Viktoria bei Turu Düsseldorf zu einem Achtungserfolg und ergatterte ein 0:0. Unter den gegebenen Umständen war das Trainerteam mit dem einen Zähler absolut zufrieden.
Turu - Viktoria 0:0
Turu: Agen – Dzunay, Seiter, Matic, Kumpesa, Gökbayrak, Vatansever (66.Akarsu), Alasan, Kizilaslan, Tokmak, Simsek
Viktoria: Siepmann – Tröckes, Schulte-Kellinghaus, Peters, A.Schulz, Janz, J.Schulz, Kilic (66.Haal), Galster, Ger (82.Rörthmans), Thyssen (86.Bükrü)
Es gibt Situationen, in denen man sich auch mal mit einem 0:0 zufrieden geben muss - eben in einer solchen befindet sich die Gocher Viktoria derzeit. Schwer gebeutelt von Verletzungssorgen und Sperren dürfen die Weberstädter das torlose Remis bei Turu Düsseldorf am gestrigen Sonntag vor diesem Hintergrund als Punktgewinn verbuchen. „Wir sind mit dem Zähler zufrieden. Mehr war hier heute für uns einfach nicht drin“, konstatierten Trainer Thomas von Kuczkowski und sein „Co“ Andreas Bergmann nach der Partie unisono. Von Kuczkowski hatte die Elf der Vorwoche auch in Düsseldorf aufgeboten, personelle Alternativen gab es ohnehin nicht wirklich.
Starker Siepmann
Bis auf eine schwache Viertelstunde vor der Pause, als der starke Marcel Siepmann die Gocher vor einem Rückstand bewahrte, agierten die Schwarz-Roten aus einer sicheren Abwehr heraus und verdienten sich über den Einsatz redlich den einen Punkt. In vorderster Front wurde einmal mehr schmerzlich Asim Kus vermisst, ohne den die Gocher Offensive keine Durchschlagskraft hat. In einer Abtastphase zu Beginn der Partie neutralisierten sich die beiden im 4-2-3-1-System angetretenen Teams weitgehend. Das Übergewicht an Spielanteilen lag eher bei der Viktoria, Chancen waren Mangelware. Nach einer knappen halben Stunde riss bei den Gästen der Faden, während bei Turu ein erster Fernschuss von Tokmak als Weckruf fungierte (29.). Nur mit Glück und einem bärenstarken Marcel Siepmann retteten die Gocher das 0:0 in die Pause. Gegen den Volleyschuss von Simsek aus Kurzdistanz (36.), den Abschluss von Tokmak von der Strafraumgrenze (41.) und einen weiteren Abschluss von Simsek (43.) zeigte sich der Gocher Schlussmann ausgezeichnet aufgelegt. Gökbayraks Kopfball flog auf das Gocher Tornetz (37.). Erst nach dem Wechsel gab es die erste Chance für die Viktoria zu bestaunen. Dennis Thyssen war alleine durchgebrochen und versuchte den einschussbereiten Stefan Galster zu bedienen, doch Gökbayrak klärte in höchster Not (46.). Turu hatte mit seinen stets gefährlichen Offensivleuten mehr vom Spiel, aber Goch hielt die Partie nun ausgeglichener. Jens Schulz geriet beim Abschluss zu weit in Rücklage (67.). Auf der Gegenseite kam der eingewechselte Akarsu nicht an den Ball (69.). Bei einem Simsek-Versuch schmiss sich Hajo Peters in höchster Not in den Schuss (73.). Die Viktoria mobilisierte noch mal alle Kräfte. Der reaktivierte Olcay Bükrü gab in der Schlussphase noch sein Comeback im Gocher Dress ob der Personalprobleme und deutete an, dass er nicht viel verlernt hat. Auch Frank Rörthmans bekam einen ersten Kurzeinsatz nach Verletzung und hätte der Matchwinner werden können, doch Gökbayrak war vor ihm zur Stelle (86.).
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