Fußball: Pokal: Hö./Nie. mit viel Dusel weiter
VON HANS-GERD SCHOUTEN UND HENNING KUYPERS - zuletzt aktualisiert: 03.04.2008Kevelaer - SV Hö./Nie. 1:2 n.V.
Der SV Hönnepel/Niedermörmter ist einer Pokalblamage nur knapp entgangen. Erst nach Verlängerung konnten sich die Schwarz-Gelben beim Bezirksligisten KSV Kevelaer mit 2:1 durchsetzen.
Trainer Jan Kilkens tobte schon in der ersten Halbzeit auf der Tartanbahn vor Wut und konnte es nicht verstehen, dass bis zum Pausenpfiff kein Treffer gelingen wollte. Besser machten es die Marienstädter, die in der 15. Minute einen Tiefschlaf der Gästeabwehr konsequent bestraften. Daniel Roeloffs ließ Christian Böing mit einem platzierten Flachschuss keine Chance.
Nach einer Gardinenpredigt in den Kabinen bestürmte der SV pausenlos den KSV-Kasten, fand aber nie zu einer klaren Linie und konnte sich keine zwingenden Chancen erspielen. Ein Treffer des eingewechselten Markus Nickel wurde wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannt. So musste der mitgereiste Anhang bis zur 95. Minute warten, ehe der Ausgleich gelang. Bezeichnenderweise traf ein Kevelaerer in den eigenen Kasten.
Torlos verlief die erste Hälfte der Verlängerung, ehe dann Nickel für das erlösende 1:2 sorgte (106.). Mehr sprang aber nicht heraus für den maßlos enttäuschenden Verbandsligisten.
Fußballobmann Heinz-Josef Janssen ging mit der Mannschaft hart ins Gericht: „Es war eine absolute Frechheit, was da teilweise geboten wurde. Es fehlte die Einstellung, die auch gegen einen unterklassigen Gegner stimmen muss.“
TSV Wa./Wa. - SV Grieth 1:3: In einem hochklassigen Pokal-Match setzte sich der SV Grieth mit 3:1 gegen den TSV Wachtendonk-Wankum durch. Durchgang eins bot ein flottes Spiel mit Chancen hüben wie drüben. So scheiterte Sebastian Brüschke aus Fünf-Meter-Distanz in allerletzter Sekunde (20.). Dann setzte sich Kai Esser auf dem rechten Flügel durch, flankte auf den Elfmeterpunkt und Torsten Vöckel wuchtete die Pille à la Christiano Ronaldo in den Winkel (34.). In der Anfangsviertelstunde nach Wiederbeginn bestimmten die Schifferstädter das Spiel eindeutig, verloren dann jedoch den Faden. Die Belohnung für das Heimteam sollte nach einem Torwartfehler von Sascha Horsmann folgen. Benjamin Goldau war Nutznießer und lochte zum 1:1 – Ausgleich ein. Grieth stellte fast im Gegenzug alte Verhältnisse her. Premtim Tafili wurde im Strafraum gefoult und Torsten Vöckel netzte vom Punkt ein (77.). Grieth Coach André Spielmann gönnte nun den Nachwuchskräften Einsatzzeit. Stürmer Kai Esser vollendete den schönsten Spielzug des Abends und schoss seine Farben somit endgültig ins Finale des Diebels-Cups.
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