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Fußball: Rotation wider Willen

VON FRANK GIPMANN - zuletzt aktualisiert: 29.08.2008

Verletzungsmisere und Sperren zwingen Thomas von Kuczkowski zu umfangreichen Umstellungen. Welche Elf gegen den SC Kapellen-Erft ins Rennen geht, entscheidet sich am Sonntag erst kurz vor dem Anpfiff (Anstoß 15 Uhr).

Viktoria Gochs Torjäger Asim Kus (Bildmitte) handelte sich in der Schlussminute eine Rote Karte ein und muss nun wegen Schiedsrichterbeleidigung vier Wochen pausieren.  Foto: RPO
Viktoria Gochs Torjäger Asim Kus (Bildmitte) handelte sich in der Schlussminute eine Rote Karte ein und muss nun wegen Schiedsrichterbeleidigung vier Wochen pausieren. Foto: RPO

Schon am dritten Spieltag der noch jungen Saison stellt das Jonglieren mit dem vorhandenen Personal für Viktoria-Coach Thomas von Kuczkowski eine echte Herausforderung dar. „Wie auch immer, wir werden auf jeden Fall elf Leute aufs Feld schicken und ich garantiere, dass die sich zerreißen werden“, entwickelt „Kucze“ daraus Kampfgeist.

Wie seine Startelf beim Heimspiel gegen den SC Kapellen-Erft am Sonntag im Hubert-Houben-Stadion aussehen wird, steht aktuell noch in den Sternen. Neben dem späten Gegentreffer zum 1:1 durch einen unberechtigten Elfmeter am vorigen Sonntag in Wülfrath schmerzen vor allem die erlittenen personellen Verluste. Besonders ärgerlich dabei die Rote Karte gegen Asim Kus in der Schlussminute wegen Schiedsrichterbeleidigung. Kus bekam wie Hikmet Eroglu wegen gleichen Deliktes am ersten Spieltag eine vierwöchige Sperre aufgebrummt. „Für einen Trainer ist sowas schwer zu regulieren. Das wirft kein gutes Licht auf unsere Mannschaft. Wir haben ausführlich darüber geredet und ich hoffe, das kommt in Zukunft nicht mehr vor“, erläutert von Kuczkowski. Den Ausfall seines Topstürmers soll Ernes Tiganj kompensieren: „Asim Kus ist in unserem System nur schwer zu ersetzen, aber ich vertraue ihm da voll und ganz. Aufgrund seiner Dynamik und Spielweise ist Tiga in der Liga durchaus ein gefürchteter Stürmer.“

Info

Termine

Die Gocher Viktoria hat abweichend vom vorgegebenen Terminplan einige Spiele vorverlegt. Folgende Partien wurden neu terminiert: Viktoria - WSV II (19.09., 20Uhr), TuRa Duisburg – Viktoria (26.09., 20Uhr), Viktoria – Speldorf (03.10, 15 Uhr) ,Viktoria – Viersen (24.10., 20 Uhr).

Welche Umstellungen ansonsten notwendig sind, ist noch weitgehend unklar. An der Verletztenfront gibt es nur wenig Licht. Für Frank Rörthmans (Lauftraining) käme ein Einsatz noch zu früh, bei Daniel Tröckes (Sprunggelenk) und Stephan Gregor (Prellung) sieht es auch eher schlecht aus. Am meisten Hoffnung auf eine Einsatzfähigkeit besteht bei Hajo Peters, der aufgrund einer Zerrung aber nur leichtes Lauftraining absolvieren konnte. „Für den ein oder anderen jungen Spieler kommt seine Chance jetzt früher als selbst gedacht. Ich erwarte, dass die Youngster ihre Schüchternheit und Bescheidenheit im Spiel ablegen und ihre Chance nutzen“, hofft von Kuczkowski auf eine Reaktion seiner Nachwuchskräfte. Motiviert genug dürften seine Akteure gegen Kapellen-Erft in jedem Fall sein. Mannschaftsintern ist das 1:4 aus der Vorsaison und der unrühmliche Treffer von Sven Raddatz zum vorentscheidenden 1:3, als der Gäste-Akteur den Ball nach einer von Goch herbeigeführten Spielunterbrechung wegen einer Verletzung nicht wie üblich zurückspielte, durchaus noch ein Thema. Während die Viktoria weiter ungeschlagen bleiben will, warten die Gäste noch auf ihren ersten Sieg. Einer 1:3-Heimschlappe gegen Ratingen folgte am letzten Wochenende ein mageres 0:0 in Cronenberg. Wie im letzten Jahr setzen die Erftstädter auf eine junge, spielerisch starke, eingespielte Mannschaft, der es bisweilen aber noch an Durchsetzungsvermögen mangelt.

Quelle: RP

 
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