Fußball: Sorgenfrei trifft hoffnungslos
VON RALF BUCHWALD - zuletzt aktualisiert: 16.05.2008Ganz entspannt geht die Gocher Viktoria in das Heimspiel gegen den VfB Hilden (Anstoß Sonntag 15 Uhr). Der Gegner ist dagegen so gut wie abgestiegen. Eine Niederlage in Goch würde die letzten rechnerischen Zweifel beseitigen.
Die Gocher Viktoria ist seit Wochen durch und der kommende Gegner VfB Hilden, wenn alles programmgemäß läuft, am Sonntagnachmittag auch. Während die Gocher allerdings frühzeitig den Klassenerhalt eingetütet haben und mit dem 1.FC Wülfrath um den dritten Tabellenplatz rangeln, führt der Weg den VfB Hilden eine Etage abwärts in die Landesliga. Bei acht Punkten Rückstand auf den wohl erforderlichen zehnten Tabellenplatz drei Spieltage vor Schluss geben sich die Kicker von der Hoffeldstraße keinen Illusionen mehr hin. „Vielleicht können wir ja noch die letzten drei Plätze verlassen. Dann können wir wenigstens sagen, wir sind Opfer der Umstrukturierung geworden“, bleibt VfB-Trainer Peter Waldinger Realist.
VfB Hilden
Die personelle Aufrüstung in der Winterpause hat dem VfB Hilden unterm Strich wenig genützt. Mit Andreas Kontra, Krzysztof Benedyk, Rene Sperling, Denis Zagorica, Valentino Cucuzza und Mithat Aripek wurde kräftig nachgelegt – ohne Erfolg. Beim Neuanfang soll nun verstärkt auf die eigene Jugend gesetzt werden.
All zu viel sportliche Brisanz steckt also nicht mehr im ungleichen Duell. Hartmut Scholz auf Viktoria-Seite möchte auf seiner persönlichen Abschiedstour dennoch gerne auch nach der Pfingstpause an die erfolgreichen letzten Wochen anknüpfen. „Die Mannschaft hat seit Ende Oktober die Punkte gegen vermeintlich schwächere Gegner konsequent eingefahren. Es wäre schön, wenn das so bleibt“, verweist er auf die beeindruckende Konstanz seiner Elf. Die Rückserie ist getragen vom Erfolg mehr und mehr zum Selbstläufer geworden. „Selbst die eingestreute Laufeinheit am letzten Freitag hat der Truppe Spaß gemacht“, erfreut sich Scholz an der schier grenzenlosen Lockerheit.
Getrübt wird die Stimmung lediglich vom drohenden Ausfall von Frank Rörthmans, der sich gegen Cronenberg eine Schultereckgelenksprengung zugezogen hat. „Der Frank kann auch schon mal spielen, wenn andere es nicht können“, schreibt Scholz seinen Kapitän nicht ab. Hajo Peters steht nach Ablauf seiner Sperre wieder zur Verfügung, dafür fehlt nun Andreas Schulz gesperrt. Die Viererkette muss also so oder so umformiert werden. Als Alternativen stehen Stephan Gregor und nach seinem Bandscheibenvorfall für einen Kurzeinsatz Sebastian Schulte-Kellinghaus zur Verfügung.
Christian Offermanns wird hingegen wohl nicht im Kader stehen. „Er drängt sich im Training leider nicht auf“, sieht Scholz „Offi“ vielleicht durch seine Schulterprobleme noch gehandicapt.
Gegner VfB Hilden treibt indes nach dem K.O. im Abstiegsendspiel beim Cronenberger SC (2:5) bereits seit dem letzten Spiel den personellen Neuanfang voran.
Peter Waldinger, der in der nächsten Spielzeit als sportlicher Leiter fungiert und von Heiko Köpper beerbt wird, verzichtete beim 0:2 gegen Hö./Nie. bereits auf drei Akteure und setzte stattdessen zwei A-Junioren ein.
Über die starke Jugendabteilung soll auch der Neuaufbau einer jungen, hungrigen Truppe führen, die sich mit dem Verein stärker identifiziert.
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