Fußball: Unterschiedliche Auffassungen
VON RALF BUCHWALD - zuletzt aktualisiert: 16.02.2007Jugendfußball: Überraschender Trainerwechsel bei den B-Junioren des 1. FC Kleve in der Niederrheinliga.
Nachholspiel
Seit dem Training am Mittwochabend hat nun Jürgen Kalkes hauptverantwortlich die Truppe übernommen. Im Laufe der Woche wird ihm der ehemalige Trainer des SV Donsbrüggen, Detlef Remmers, als Co-Trainer an die Seite rücken. In der Niederrheinliga geht es dann mit dem wichtigen Nachholspiel beim Heisinger SV am Aschermittwoch weiter.
„Wir haben wohl unterschiedliche Auffassungen von Fußball, ansonsten kann ich die Begründung nicht nachvollziehen“, zeigte sich der bisherige B1-Junioren-Coach des 1.FC Kleve, Stefan Wolters, der RP gegenüber überrascht über seine am Dienstagabend vollzogene Ablösung durch Jugendkoordinator Jürgen Kalkes. „Sicher haben wir auch schwächere Spiele gezeigt. Verloren haben wir aber letztlich nur gegen die Topteams der Liga. Gegen die letzten drei Mannschaften haben wir sieben Punkte geholt“, wähnte er sich punktemäßig in der Niederrheinliga bei fünf Zählern Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz im Soll. „Zudem waren Trainingsbeteiligung und Einsatz der Jungs stets vorbildlich“, weist er den Vorwurf seine Schützlinge nicht mehr erreicht zu haben von sich. Doch eben diesbezüglich hatte der Jugendvorstand um Jugendobmann Helmut van Baal und Jugendkoordinator Jürgen Kalkes in den letzten Wochen einen anderen Eindruck gewonnen. „Wir hatten jetzt einfach das Gefühl, die Notbremse ziehen zu müssen. Bereits zur Winterpause waren wir nicht ganz zufrieden, wollten aber die ersten Spiele abwarten“, erläutert Kalkes. Vier Punkte aus den ersten beiden Spielen hatten sich die Klever erhofft. Nach dem Ausfall des Heisingen-Spiels gegen Gegner wie RWE und RWO unzweifelhaft ein schwieriges Unterfangen. Mehr als die nackten Ergebnisse (0:2 und 0:6) war es laut Kalkes aber die Spielweise der Klever, die zur Entscheidung bewog: „Wir haben einfach keine spielerische Entwicklung gesehen.“ Hinzu kam das Pokalaus gegen ein Kreisstaffelteam.
Auch wenn die Ablösung nicht ganz geräuschlos verlief, sind sich die Beteiligten trotz allem einig, keine schmutzige Wäsche waschen zu wollen. „Vom Training und organisatorischen Umfeld her hat Stefan Wolters sicher gute Arbeit geliefert. Die Entscheidung ist nicht leicht gefallen“, betont Kalkes. Wolters selbst verheimlicht nicht, dass ihm der Abschied von den Jungs schwer fällt: „Sicher tut das weh. Aber ich muss die Entscheidung akzeptieren. Ich wünsche den Jungs alles Gute und glaube auch, dass sie einen Relegationsplatz erreichen können. Bedanken möchte ich mich beim Team, sowie bei Willi Artz und Frank Wolters.“
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