Fußball: Van Bebber vergeigt Elfer
VON WOLF REIMANN - zuletzt aktualisiert: 05.03.2007Hönnepel/Niedermörmter holt mit einer überzeugenden Defensivleistung mit dem 0:0 den gewünschten Zähler beim Favoriten 1. FC Wülfrath.
Wülfrath - Hö./Nie. 0:0
Hö./Nie.: Kontra – Seyfried, Yalcin, Gottschling, Diering, Haupt, Franke, Kluckow, van Bebber, M. Ahles, Akyel (85. Eroglu).
In der kommenden Woche haben es die Kilkens-Schützlinge mit den punktgleichen Oberhausener Rot-Weißen zu tun. Also eine Partie mit viel Brisanz im Hinblick auf den Klassenerhalt.
„Wir wollten einen Punkt. Wir haben einen Punkt, also sind wir zufrieden.“ Jan Kilkens, Trainer des SV Hönnepel/Niedermörmter, fasste die 90 Minuten kurz und knapp zusammen. In einer schwachen und an Höhepunkten armen Partie bot die Defensivabteilung der Schwarz-Gelben beim Tabellenvierten 1. FC Wülfrath eine überzeugende Vorstellung und war Garant für den Punktgewinn beim torlosen Remis.
Mit dem Stevens-Motto „Die Null muss stehen“ im Kopf und in den Beinen standen die Gäste vom Anpfiff weg dicht gestaffelt in der eigenen Hälfte und hielten die Gastgeber zumindest im ersten Abschnitt weit entfernt vom von Andreas Kontra gehüteten Gehäuse. Die Wülfrather waren zwar bemüht, agierten aber auf dem Weg nach vorne ziemlich ideenlos. So versuchten es die Gastgeber immer wieder mit langen Bällen, die aber eine sichere Beute der Abwehr um den erstmals auf die hintere Position beorderten und überzeugenden André Diering wurden.
Auf der Gegenseite konnte Wirbelwind Fadel Akyel bei einem der ganz wenigen Gegenangriffe in der 20. Minute nur mit einem Foul gestoppt werden. Christoph van Bebber legte sich die Lederkugel zurecht, schoss den Elfmeter aber so schwach, dass 1. FC-Keeper Berkenhagen keine Mühe hatte zu parieren.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht: Wülfrath wollte seiner Favoritenrolle gerecht werden, fand gegen die geschickt und konzentriert verteidigenden Vereinigten aber kein Mittel.
So mussten Standardsituationen herhalten, um wenigstens einen Hauch von Torgefahr herauf zu beschwören. Hö/Nie-Schlussmann Kontra wurde zwar kaum beschäftigt, war aber bei den wenigen Bällen, die auf seinen Kasten kamen, hellwach.
Wülfraths Torjäger Nummer Eins Daniel Nigbur, der es in dieser Saison bereits auf 15 Einschläge gebracht hat, wurde krankheitsbedingt erst in den letzten 20 Minuten eingewechselt. Er vermochte dem Spiel keine Wende mehr zu geben, auch wenn er sich in der 82. Minute fein durchsetzte und aus acht Metern abzog, allerdings in Kontra seinen Meister fand. Da die Gäste ihre Konterchancen nicht gut ausspielten, kamen sie in Abschnitt zwei zu keiner Zeit für ein Tor in Frage.
„Die Gäste haben sich den Punkt verdient“, war Wülfraths Coach Jörg Vollack mit der Punkteteilung ebenso zufrieden wie sein Gegenüber Jan Kilkens. „Wir haben in der Defensive super gestanden und hinten nicht eine Chance aus dem Spiel heraus zugelassen. Die Mannschaft hat alles gegeben“, freute sich der Niederländer.
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