Sport: Vier Sportzentren für Kleve
VON MARC CATTELAENS - zuletzt aktualisiert: 09.02.2012Kleve (RP). Die Deutsche Sporthochschule Köln hat ihr Gutachten zum Sportentwicklungsplan vorgelegt. Sie empfiehlt den Bau von drei zusätzlichen Sportstätten, mehr Kooperation zwischen den Vereinen und den Umzug des VFL Merkur.
Was Holger Fuhrmannn von der Deutschen Sporthochschule Köln gestern im Schulausschuss sagte, hatte es in sich: Würde die Politik den Empfehlungen des vorgestellten Gutachtens folgen, wäre die gesamte Sportlandschaft in Kleve auf den Kopf gestellt. Fuhrmann empfahl, so genannte Nebenstandorte aufzugeben. Stattdessen sollte die Stadt drei große Sportstätten bauen, die die bereits existierende des 1. FC Kleve am Bresserberg ergänzen sollen. Die neuen drei "Schwerpunktzentren" im Detail:
1) Kleve Oberstadt: Dazu soll entweder die Sportanlage des SV Siegfried Materborn genutzt oder eine neue am Waldrand zwischen Materborn und Reichswalde gebaut werden. Dort sollen dann beide Vereine auf einem neuen Kunstrasenplatz spielen.
2) Kleve Unterstadt: Dazu soll der Tennenplatz des BV DJK Kellen in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Fuhrmann empfiehlt den Bau eines neuen, großen Vereinshauses mit Umkleiden. Dort sollen nach den Vorstellungen der Sporthochschule neben BV DJK Kellen unter anderem auch VfR Warbeyen und SV Rheinwacht Erfgen spielen.
3) Düffelt: An diesem Schwerpunktzentrum sollen die übrigen Vereine der Niederung trainieren und spielen. Fuhrmann empfiehlt den Bau eines Vereinsheims und eines Kunstrasenplatzes.
Die Vereine wären also zur Kooperation gezwungen, müssten ihre eigenen Platzanlagen aufgeben. Das führe zwar zu längeren Fahrtwegen, heißt es im Gutachten, spare aber langfristig Kosten und bringe den Vereinen bessere Trainings- und Spielbedingungen.
Vielen Sporthallen im Klever Stadtgebiet stellten die Gutachter ein schlechtes Zeugnis aus. Deren Alter läge im Durchschnitt bei 40 Jahren. So hätten Halle und Umkleiden des ehemaligen Johanna-Sebus-Gymnasiums den "Charme der 70er Jahre", funktionierten in Griethausen ein Drittel der Leuchtstoffröhren nicht und fehlten bis vor kurzem Holzplatten im Boden der Turnhalle der Reichswalder Grundschule. Kuhlmann legte der Stadtverwaltung nahe, einen Sanierungsplan zu erstellen. Zwingend notwendig sei der Bau mindestens einer Turnhalle an der Ganztagsrealschule Hoffmannallee, wünschenswert eine weitere Turnhalle am Schulzentrum Kellen.
Weiter empfahl der Gutachter, dem Antrag des VfL Merkur Kleve zum Umzug an den Bresserberg zu folgen. Dort solle dem Verein eine Mehrzweckturnhalle gebaut werden.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum