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Tennis: Zoomer glänzt noch einen Sommer

zuletzt aktualisiert: 03.12.2009

Tennis: Nach zwölf Jahren tritt Wouter Zoomer als Spitzenspieler des LTK Moyland 2010 zurück. Noch eine Medensaison wird der 37-jährige Niederländer im Schlosspark bestreiten und dann ist Schluss.

Bleibt dem LTK Moyland als Trainer erhalten: Wouter Zoomer, der seit elf Jahren für den Schlosspark-Klub in der 1. Mannschaft spielt.  Foto: RPO
Bleibt dem LTK Moyland als Trainer erhalten: Wouter Zoomer, der seit elf Jahren für den Schlosspark-Klub in der 1. Mannschaft spielt. Foto: RPO

Irgendwann geht alles einmal zu Ende. Auch die Zeit von Wouter Zoomer als Spieler des Land-Tennis-Klub Moyland. Den Niederländer als Institution des LTK zu bezeichnen, ist bei allem inflationären Einsatz dieses Begriffes sicher nicht übertrieben. Schließlich flitzt der Mann aus der Nähe von Arnheim seit nunmehr elf Jahren für den Schlosspark-Verein über die Tennisplätze der Region. Nach der Sommersaison 2010 soll nun Schluss sein. "Ich bin alt genug, langsam mal abzutreten", scherzt der 37-jährige Zoomer, fügt aber ernsthaft an: "Ich gebe so viele Trainerstunden, da wird das einfach zu viel. Ich möchte auch mal einen Tag in der Woche nicht auf einem Tennisplatz verbringen." Außerdem, fügt er fast entschuldigend an, habe man in Moyland ausreichend Nachwuchs aufgebaut, welcher dem Verein ab 2011 den Erhalt der Klasse sichern können.

Info

Niederländer im Park

Topspieler aus Holland beim LTK:

1985 bis 1992: Marco Oversteegen

1994 bis 1998: Bas Coulier

1999 bis 2002: Wouter Zoomer

2003 bis 2006: Wouter Standaart 2007: Boy Wijnmalen

2008: Kevin Schimmel

2009: Wouter Zoomer

Und dabei wird Zoomer auch in Zukunft eine große Rolle spielen. Er fungiert seit einigen Jahren bereits als Vereinstrainer und hat selbst eine ganze Reihe junger Spieler ausgebildet, die wie Julian Schoofs und Simon Siebert entweder bereits auf Verbands-Ebene etabliert sind, oder wie Marvin Wütscher und Lukas Kepser auf dem Sprung dorthin sind. Das Feld ist bestellt, der LTK spielt seit 2008 sogar mit zwei Herren-Teams auf Verbandsebene – eine durchaus bemerkenswerte Leistung angesichts der strukturell eher schwachen Region unterer Niederrhein.

Kontakte in die Heimat

"Moyland soll auch zukünftig das sportliche Aushängeschild des Kreis Kleve bleiben, dafür möchte ich sorgen", sagt Zoomer. Nicht zuletzt möchte er dies auch durch seine hervorragenden Kontakte ins Heimatland ermöglichen, denn eins dürfte klar sein: die Tradition der Niederländer an den Top-Positionen beim LTK wird sich fortsetzen (siehe Info-Kasten). Derzeit spielt neben Zoomer dessen Landsmann René Lepp bei Grün-Weiß, Zoomer: "René ist einer, der künftig auch an der Top-Position spielen könnte." Diese wird im kommenden Sommer ein letztes Mal Wouter Zoomer bekleiden, dann soll Schluss sein. "Ein freies Wochenende, das wär's mal."

Im Spätsommer 1998 musste Zoomer – gerade erst aus der Knochenmühle des internationalen Profi-Tennis ausgestiegen – zusammen mit einem weiteren Kandidaten in Moyland vorspielen. Der damalige Sportchef Stefan Leupertz entschied sich für ihn. Seither hat der Niederländer den Verein mit der unbestrittenen Qualität seines Tennisspiels zwischenzeitlich in nie da gewesene, sportliche Sphären geführt. Mehrmals schnupperte das LTK-Vorzeigeteam in der Niederrheinliga am ganz großen Tennis und durfte sich gegen zum Teil namhafte Profis präsentieren. Derzeit spielt Moylands bestes Sextett in der 1. Verbandsliga und ist sportlich damit weiterhin alleine auf weiter Flur im Tenniskreis Kleve. Zoomer selbst lebt seit Jahren in Kleve und ist mittlerweile auch im Vorstand des Vereins aktiv. "Der Abschied aus dem Team ist deshalb ja auch kein richtiger Abschied. Ich bleibe dem Verein ja erhalten, er ist mir ans Herz gewachsen." Wer nun doch ein bisschen wehmütig wird, der sollte die Gelegenheit ergreifen und sich die Spiele des LTK bis zum nächsten Sommer nicht entgehen lassen. Auch in der laufenden Wintersaison wird Zoomer noch für den LTK zum Schläger greifen.

Quelle: RP

 
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