Kreis Kleve: 1500 Jungreporter unterwegs
VON SARAH DICKMANN - zuletzt aktualisiert: 24.01.2011 - 11:42Kreis Kleve (RPO). Im Februar startet im Kreis Kleve das Projekt "Schüler lesen Zeitung": Sechs Wochen lang bekommen junge Leser die Zeitung ins Klassenzimmer und schreiben selbst Artikel. Zum Auftakt trafen sich die Lehrer in Goch.
Mit Presseausweisen, Block und Stift machen sich die Mädchen und Jungen auf den Weg: Sie besuchen das Druckzentrum der Rheinischen Post, sie interviewen Sportler und Musiker aus dem Kreis Kleve und schreiben Artikel für die Rheinische Post. 1500 Mädchen und Jungen aus 57 Schulklassen machen bei "Schüler lesen Zeitung" im Kreis mit. Damit das Projekt gut vorbereitet ist, kamen ihre Lehrer im Collegium Augustinianum Gaesdonck zusammen. Sie erfuhren von Petra Wolff vom medienpädagogischen Institut "Promedia" und der RP-Dialogredaktion, wie unsere Zeitung die Teilnehmer unterstützt und wie das Unterrichtsmaterial aufgebaut ist.
Lesekompetenz fördern
Ab dem 22. Februar bekommen die Schüler der weiterführenden Schulen sechs Wochen lang jeden Morgen kostenlos die Zeitung ins Klassenzimmer. "Die Jugendlichen machen sich mit dem Medium Tageszeitung vertraut, indem sie Artikel untersuchen, Journalisten über die Schulter schauen und aus den Zeitungen Mode basteln", erklärte Petra Wolff den Lehrern. "Promedia" und die RP möchten die Lesekompetenz der Schüler fördern: "Lesen ist die Eintrittskarte in die Welt des Wissens", sagte Wolff.
Das Projekt
Zeitungen Die Rheinische Post und ihr Projektpartner Vodafone liefern bei "Schüler lesen Zeitung" jährlich rund 800 000 Zeitungen kostenlos an Schulen.
Geburtstag 2010 feierte das Leseförderungsprojekt 20-jähriges Bestehen mit vielen Sonderaktionen wie Gewinnspielen und einem Kino-Event für die Schüler.
Wettbewerb Vodafone stiftet auch 2011 zehn Mal 500 Euro für die Klassenkasse, wenn Schüler besonders gelungene Beiträge zum Thema "Bildung – nutze Deine Chance" einreichen.
Der Projektpartner Vodafone ermöglicht Recherchen über das "Buddy"-Projekt für soziales Miteinander an Schulen sowie über "Chancen", ein Stipendienprogramm für junge Menschen mit Migrationshintergrund. "Worüber die Schüler schreiben möchten, können sie sich selbst aussuchen", erklärte Petra Wolff. "Es kann auch der eigene Sportverein sein oder die Lieblingsband, und die RP hilft dabei, weitere Themen zu finden." Alle Schüler-Artikel werden auf der Internetseite www.rp-online.de veröffentlicht, ein Teil erscheint zudem in einer umfangreichen Projektzeitung. Sie liegt der Rheinischen Post am 11. Mai bei.
Die Vorfreude
Die Lehrer freuen sich auf das Projekt: "Ich mache schon seit vielen Jahren mit und entdecke immer wieder viele spannende Angebote für die Schüler", sagte Hardy Renner, der mit seiner 10. Klasse der Sankt-Anno-Schule in Straelen teilnimmt. Er findet es schön und wichtig, dass die Schüler kreativ werden können. Das Projekt biete eine gute Abwechslung zum normalen Unterricht. "Die Schüler werden sicher mit Eifer Artikel schreiben, und auch das Zeitungsfrühstück kommt immer gut an. Viele Mädchen und Jungen kennen das gar nicht von zu Hause."
Klaus Holtappels, Lehrer für Deutsch und Musik an der Hanns-Dieter-Hüsch-Verbundschule in Uedem, berichtete: "Ich mache zum zweiten Mal mit und habe beim letzten Mal eine hohe Bereitschaft der Schüler festgestellt, sich auf das Medium Zeitung einzulassen. Das reichhaltige Unterrichtsmaterial bietet viele Möglichkeiten für schöne Übungen."
Kontakt Petra Wolff, Tel. 02404 940717
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