Bedburg-Hau: Adventszeit ist Gefahrenzeit
zuletzt aktualisiert: 09.12.2009Bedburg-Hau (RPO). Die Adventszeit ist für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst eine einsatzreiche Zeit. Brennende Adventkränze und Weihnachtsbäume sorgen für mehr Einsätze. Unachtsamkeit ist eine der häufigsten Ursachen für Brände, die oft viel zu spät entdeckt werden. Falsches Verhalten der Betroffenen führt sogar zu Personenschäden, warnt die Feuerwehr. RP-Redakteur Matthias Grass sprach mit Feuerwehrsprecher Hendricks.
Wo liegen die Brandursachen?
Michael Hendricks Es gibt verschiedene Gründe. Zum Beispiel brennende Kerzen: Sie können Teile von Adventskränzen oder anderen Dekorationen entzünden. Die Kerze muss dazu noch nicht einmal umfallen, oft reicht die Wärmestrahlung aus. Oder Adventsgestecke: Die trockenen Tannenzweige sind sehr leicht brennbar. Sogar wegfliegende, glimmende Partikel oder abgebrannten Streichholzreste können auch Stunden später noch ein Feuer verursachen.
Es wird gemahnt, besonders auf Kinder zu achten.
Hendricks Das stimmt: Feuer übt eine Faszination auf Kinder aus. Gerade in der Vorweihnachtszeit sollte man Streichhölzer und Kerzen nicht ohne Aufsicht bei Kindern lassen. Man sollte Kindern unter Aufsicht den Umgang mit Feuer beibringen.
Was raten Sie den Bürgern?
Hendricks Wer auf echte Kerzen nicht verzichten will, muss auf feuerfeste Kerzenständer und Unterlagen sowie ausreichend Abstand zu umliegenden Gegenständen achten. Am sichersten sind Metall-, Porzellan oder Steingutwaren. Man sollte in der Nähe Blumenspritze, Gieskanne oder einen Wassereimer mit Scheuerlappen bereitstehen haben. Kerzen niemals unbeaufsichtigt lassen. Weihnachtsbäume sind in standfesten Ständern mit Wasserreservoir schwerer entflammbar - man sollte das Wasser aber ständig nachfüllen. Beim Fondue niemals Spiritus ins heiße Rechaud nachgießen. Am besten eine Heizplatte statt des Rechauds benutzen. Zudem sollte man sich als wichtiges Stück Sicherheit einen Rauchmelder gönnen.
Und wenn es trotzdem brennt?
Hendricks sofort den Raum verlassen und Kinder, alte und pflegebedürftige Menschen sowie Tiere mitnehmen. Die Türen schließen – aber nicht abschließen. Über den Notruf 112 die Feuerwehr alarmieren und die Nachbarn warnen. Wichtig: Ins Freie gehen.
Danke für das Gespräch.
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