Kleve: Alles nur geträumt ?
VON CARINA PIETSCH - zuletzt aktualisiert: 07.08.2008Kleve (RPO). Unsere Autorin Carina Pietsch ist von ihrem einjährigen Austausch-Aufenthalt auf der mexikanischen Karibik-Insel Cozumel zurück gekehrt – und lässt die unvergessliche Zeit Revue passieren.
Vor ziemlich genau einem Jahr stand an dieser Stelle der Artikel „Ab nach Mexiko“ von Vivian Klein, in dem sie von einer Carina Pietsch berichtete, die mit dem Rotary Club International ein Jahr nach Mexiko in den Schüleraustausch gehen sollte . . . Damals hatte ich keine Vorstellung davon, was so ein Jahr bedeutet, was ich erleben, lernen und sehen würde, was es heißt, auf einer Karibikinsel zu leben – und wie man sich in ein anderes Land mit seiner Tradition, seiner Geschichte und seinem Charakter verlieben kann.
Schlange um den Hals
Nun ist dieses Jahr vorbei, eigentlich schade, obwohl ich natürlich froh bin, meine gewohnte Umgebung mit Familie und Freunden wiederzuhaben. Wenn ich jetzt auf mein Jahr in Mexiko zurückblicke und sehe, was ich alles geschafft und erlebt habe, weiß ich, dass es sich gelohnt hat, den Mut zusammenzunehmen und dem gewohnten Leben für ein Jahr den Rücken zu kehren. Ich habe einen Delfin geküsst, gelernt, wie man Tacos macht, eine Schlange um den Hals gehabt, Chilisoßen probiert, bis mir die Tränen in die Augen schossen. Außerdem bin ich so lange im Meer geschwommen, bis ich Schwimmhäute zwischen den Zehen hatte, habe mehr als 7000 Fotos geschossen und nachts Meeresschildkröten beobachtet, wie sie ihre Eier ablegten. Ganz zu schweigen von meiner neuen Familie und den unzähligen neuen Freunden . . . Auch unvergesslich: Dass ich zusammen mit der Karnevalskönigin zu flotten Salsa-Rhythmen um den Sieg kämpfte, die Tropenkrankheit Dengue unter einem riesen Moskitonetz im Krankenhaus absaß, fließend Spanisch sprechen lernte und natürlich viel hier in der Rheinischen Post berichtete.
Meiner Meinung nach hatte ich ziemliches Glück, was den Ort meines Austausches angeht: Mit meiner kleinen Karibikinsel Cozumel hatte ich natürlich das super Glückslos gezogen: den Strand vor der Haustür, immer gutes Wetter, Palmen, wo man geht und steht und ständiges Urlaubsfeeling. Jetzt ist mein Zimmer geschmückt mit Plakaten vom Cozumelenischen Karneval und dem typisch mexikanischem Sombrero. Meinen Freunden werde ich nun wohl Salsa mitbringen müssen, damit ich nicht aus der Übung komme – und ich möchten allen sagen, die nun in der 9. oder 10. Klasse sind, dass ein Austauschjahr einzigartig ist. Das kann bestimmt jeder bestätigen, der diese Erfahrung mit mir teilt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







