Kleve: Ambrosia auch in Kleve aufgetaucht
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 06.10.2006Kleve (RPO). Ruth Stadtmann staunte nicht schlecht, als sie vor einer Woche den Artikel über die Aufrechte Ambrosia in der Rheinischen Post gelesen hatte. „Die hab´ ich doch auch im Garten“, muss sich die 59-jährige Kleverin gedacht haben und meldete ihren floralen Fund bei der Stadt Kleve. Die schickte kurzerhand einen Gärtner vorbei, der die unscheinbare Pflanze in Stadtmanns naturbelassenen Garten als „echte“ Ambrosia, eben ein echter Albtraum für Allergiker identifizierte.
Die Pollen der Ambrosia - übersetzt „Geschenk des Himmels“ – können bei Menschen schwere Allergien, Heuschnupfen und Nesselfieber hervorrufen. Ihre späte Blütezeit (Mitte Juli bis Ende September) bedeutet eine zusätzliche Belastung für Pollenallergiker, da die Pollensaison so verlängert wird. Ursprünglich stammt die Ambrosia aus den USA, von dort hat sie sich massiv in mehreren europäischen Ländern ausgebreitet. Im Frühjahr häuften sich auch in Deutschland die die Schreckensmeldungen, jetzt gibt es die Ambrosia auch in Kleve. In den betroffenen Regionen zeigen mehr als zehn Prozent der Bevölkerung allergische Reaktionen bis hin zu schweren Asthma-Anfällen. Ruth Stadtmann hat bisher keinerlei Beschwerden. Seit Mai befand sich ihre Ambrosia in ihrem Garten. „Ich war gespannt was draus wird, hätte doch eine schön blühende Pflanze sein können“, so Stadtmann, die in einer Gärtnerei groß geworden ist, die Ambrosia aber zuvor nicht kannte. Stadtmann hat ihre Ambrosia schnell entsorgt: „Der Gärtner hat mir geraten mit einer Plastiktüte oder mit Plastikhandschuhen die Pflanze auszureißen und sie dann in die Biotonne zu schmeißen“. Gesagt, getan.
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