Bedburg-Hau: Anfeuern und mitfiebern
VON CHRISTOPHER HECHT - zuletzt aktualisiert: 13.09.2010Bedburg-Hau (RPO). Der 5. Niederrhein-Renntag auf dem Heisterfeldshof lockte mehrere hundert Besucher an die Trabrennbahn in Bedburg-Hau. Die Wetter hofften auf den großen Coup. Für die Kleinsten wurde eine Menge geboten.
Bereits zum fünften Mal stand auf dem Heisterfeldshof in Bedburg-Hau der Niederrhein-Renntag auf dem Programm. Was 2006 aus der Taufe gehoben wurde, ist mittlerweile zu einem festen Platz im Terminkalender für Freunde des Trabrennsports geworden. Insgesamt gab's zehn Rennen.
Hoffen auf den großen Gewinn
Mehrere hundert Besucher waren stets auf dem weitläufigen Gelände. Für die Kleinsten wurde eine Menge geboten: Mit Hüpfburg stand, Clown und dem großen Trödelmarkt in der Reiterhalle kam richtige Volksfeststimmung auf. Wer auf den ganz großen Coup hoffte, gab seinen Wettschein an den Annahmestellen ab. Das richtige Gespür dafür, welches Pferd den längsten Atem hat und einen Lauf für sich entscheiden kann, war dabei ausschlaggebend, ob es für einen stattlichen Gewinn der Wetter reichte.
Wetten
Das Wetten war nicht nur vor Ort, sondern auch über das Internet möglich. Die Besucher der Veranstaltung mussten nur ihren Wettschein ausfüllen, zum Beispiel auf Sieg oder Platzierung eines oder mehrerer Pferde setzen und den Wettschein dann an den Annahmestellen abgeben. Je höher der Einsatz, desto höher war der Gewinn.
Der vielleicht sicherste Tipp war "My Winner" mit Roland Hülskath unter dem Sulky. Immerhin konnte das Pferd von Trainer Henk Grift schon eine unglaubliche Gewinnsumme von 532 620 Euro einstreichen. Der Nachteil: Im Niederrhein-Marathon über 3000 Meter musste "My Winner" mit einer Zulage von 75 Metern starten. Die Quote stand immerhin bei 91:10.
Jetzt wurde bei den Wettern überlegt: Reicht die Klasse des Pferdes aus, um diesen Rückstand aufzuholen oder der setze ich lieber auf ein anderes Gespann? Als das Rennen startete, wurde nicht nur angefeuert, sondern auch mitgefiebert. Den Zielstrich überquerte tatsächlich "My Winner" als erster . . .
Kaum an Spannung zu überbieten war auch der erstmals ausgetragene "Niederrhein-Gimme-five!", der auf die gute alte Tradition der in den 80er Jahren in Deutschland popuären sogenannten "Stichfahren 2:3" zurückgreift und ein Stück Nostalgie verkörpert. Und tatsächlich kam es im letzten Rennen zum Stechen zwischen Michael Nimczyk und Nicole Hildebrandt, die zuvor jeweils einen Lauf gewinnen konnten. Der deutsche Champion der Berufsfahrer setzte sich mit "Primas Prinzess" knapp gegen Hildebrandt mit "Nuke it Baby" durch. Nimczyk erleichtert: "Sonst hätte ich mir sicherlich einiges anhören müssen."
Organisator Uwe Zevens zog ein positives Fazit: "Das war eine tolle Veranstaltung. Eine Neuauflage im nächsten Jahr wird es auf jeden Fall geben."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







