Kleve: Anjas große Narrenschau
VON MANFRED KOTTERS - zuletzt aktualisiert: 22.01.2007Kleve (RPO). Hasselter Carnevals-Gemeinschaft (HCG) bot eine tolle 1. Prunksitzung mit einer Tulpensonntagsprinzessin in Hochform. Polonaisen zogen durch den Saal von Team-Sports Hasselt. Und die Männer bekamen ihr Fett weg.
Bedburg-Hau-Hasselt Dreigestirn, Prinzenpaar oder Prinz – Rosenmontag oder Veilchendienstag, das alles gibt‘s in Bedburg-Hau nur am Rande, denn dort haben sie seit Jahren eine tolle Alternative: die Tulpensonntagsprinzessin. In diesem Jahr wirbelt Anja I. über die Narrenbühnen; und zwar so routiniert, als würde sie nie etwas anderes machen.
Davon konnte man sich bei der 1. Sitzung der Hasselter Carnevals-Gemeinschaft e.V. (HCG) im TeamSports Hasselt überzeugen. Getreu dem Motto „Der HCG drei mal Helau, zu Anjas großer Narrenschau“ waren die Narren gekommen: die einen zum Schauen – die anderen, um eine fantastische Show zu bieten! Das fing schon mit dem prächtigen Einzug von Prinzessin Anja und dem weiß-roten Meer der Tanzgruppen an, die dann im Laufe des Abends auch ihre Tänze zeigten. Ob Garde- oder Showtanz, die vielen Gäste schafften es nicht, die Augen von der Bühne zu lassen, wenn die „Teenies“, die „Blümchen“, die „Girlies“, die „Virgins“ oder die „Sternchen“ ihr Können zeigten.
Die Tollitäten
Neben Prinzessin Anja I. sorgte der Kranenburger Prinz „Jürgen der Pfennigfuchser“ immer wieder für zusätzlichen Stimmungsaufschwung. Der Prinz und seine Garde haben es aber auch in sich! Der absolute Höhepunkt war das gemeinsame Rudern im Sitzen auf der Narrenbühne. Die hoheitlichen Tollitäten brachten mit ihren Garden das Narrenschiff dadurch so richtig in Fahrt. Grenzenloser Karneval wie er spontaner und mitreißender kaum sein kann!
Was für die Ohren
Doch ein richtiger Narrenabend bietet nicht nur den Augen, sondern auch den Ohren Wunderbares. Los ging’s mit Achim Meyer als „Buur“. Später bewiesen die „Zwei Emanzen“ Diana Bongard und Jutta Stamm doch tatsächlich, dass die Frauen den aufrechten Gang des Menschen erfunden haben! Überhaupt kamen die Männer derart schlecht weg, dass Sitzungspräsident Hans-Josef Schoofs kommentierte: „Dat sinn die, die thüss de Boxen anhemme!“ Friedhelm Gerold als „Doof Nuss“ gab den guten Rat: „Bei allem was mit „Schwa“, „Schwä“ oder „Schwi“ anfängt: Holzauge sei wachsam!“ Apropos „Auge“: nach dem Auftritt quoll daraus ein kleines Tränchen, da die „Doof Nuss“ der Narrenbühne „Tschüss“ sagt. Schade!
Das „Alte Hasselter Ehepaar“ Brigitte (Katja Brynycz) und Herbert (Erwin Dersch) stritt unentwegt darüber, wer von den Nachbarn sich denn nun mehr „gehen lassen“ würde. Die Mimik, die Gesten – einfach zum Totlachen! Else Stratmann (Petra Dersch) informierte das Publikum: „Et gefft drij Soorte Mannslüj: de Schöne, de Intelligente enn de Mehrheit!“ Gemein – aber die Männer nahmen’s mit Humor. Alle Sticheleien waren vergessen, als „Hoppeditz“ die Bühne eroberte. Ein – zwei Takte, und schon zogen spontane Polonaisen durch den Saal. Als dann auch noch ihr Hit „Klingeling – ruf doch mal an“ erklang, gab’s nur noch ein großes Singen und Swingen. In der Narrenzeit musikalisch „denen da oben“ die Meinung zu sagen, das ist die Spezialität des „HCG Trios“ (Erwin Dersch, Burkhard Guitrooy und Diana Bongard). Klasse!
Die Playbackshow der „Gipfelstürmer“ setzte schließlich den Schlusspunkt unter einen gelungenen Abend.
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