Kleve: Auftragsflaute: KHS macht Betriebsferien
VON PETER JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 14.11.2008Kleve (RPO). Die KHS-Niederlassung in Kleve, Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen, wird voraussichtlich in der zweiten Januarwoche die Mitarbeiter in verlängerte Weihnachtsferien schicken. Es werden derzeit lediglich noch einige rechtliche Voraussetzungen dafür geprüft, so Valentin Reisgen, Vorstandsvorsitzender der KHS AG. Dies gilt voraussichtlich für alle KHS-Werke in Deutschland. Zudem sollen über Weihnachten und Neujahr Überstunden abgebaut und Resturlaub genommen werden, so dass die Mitarbeiter auf insgesamt drei Wochen Ferien kämen.
Grund für die Maßnahme ist die seit zwei Monaten anhaltende Auftragsflaute. Die Maßnahme wird von Reisgen angesichts der aktuellen Situation als legitimes Mittel dargestellt: „Dafür gibt es bei uns eine flexible Arbeitszeit. Es wird dann viel gearbeitet, wenn viel zu tun ist.“ Enorm viel zu tun hatte die KHS im Jahr 2007, wo man ein Rekordergebnis einfuhr. Dass dies 2008 nicht weiter gesteigert werden konnte, hatten die Entscheidungsträger bei den Abfüllern eingeplant. „Wir bewegen uns in diesem Jahr auf dem anvisierten Ergebnis, welches etwa dem von vor drei Jahren entspricht“, sagt Reisgen, der betont, dass Kleve ein 1a-Standort sei, der zur Weltspitze zähle. Zunächst wird auch bei der KHS die Belegschaft nach Leiharbeitern durchforstet, für die es bei einem anhaltend schwachen Auftragseingang kaum mehr Arbeit geben dürfte. Gedanken auch die Kernmannschaft der KHS im Klever Werk zu reduzieren, werden laut Valentin Reisgen derzeit nicht angestellt: „Ich kann keine Prognose machen, wie das Jahr 2009 wird, aber wir bauen darauf, dass das Tal bald durchschritten sein wird.“
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