Kleve: Auszeichnung für Kurhaus
zuletzt aktualisiert: 09.02.2012Kleve (RP). Wieder eine Auszeichnung für das Museum Kurhaus: Die Kunstkritiker-Vereinigung AICA hat dem Haus für die Präsentation der Werke von Carl Andre den Preis "Besondere Ausstellung 2011" verliehen.
RP-Redakteur Matthias Grass sprach mit dem Initiator der Ausstellung, Drs. Guido de Werd und mit Dr. Roland Mönig, der sie als kommissarischer Leiter umsetzte und einrichtete.
Herr de Werd - Sie haben mit Erfolg die minimalistischen Künstler ins Kurhaus geholt – zuletzt "Carl Andre" geplant?
Guido de Werd Minimalismus und arte povera gehören zum langfristig angelegten Ausstellungskonzept. Es war immer mein Traum gewesen, Andre nach Kleve zu holen. Ich freue mich natürlich, dass die AICA dies ausdrücklich lobt, wenn sie von einem Museum in der "bundesdeutschen Peripherie" spricht, das sich "durch eine kunsthistorisch bedeutsame Ausstellungspolitik verdient gemacht hat".
Herr Mönig, sie haben die Ausstellung in Kleve eingerichtet, den Katalog editiert.
Roland Mönig Das ist eine wichtige Auszeichnung für unser Haus. Die AICA hat auch das Besondere der Ausstellung gewürdigt, hat hervorgehoben, dass sowohl Carl Andres bildhauerisches Werk als auch seine weitgehend unbekannten Textarbeiten gezeigt wurden. Ausdrücklich betonen sie, dass Andres Skulpturen und die Museumsarchitektur von Walter Nikkels perfekt harmonieren. So sei erfahrbar geworden, dass sie "körperlich erfahrbare Orte" seien. Nicht zuletzt wurde auch die Außenskulptur "Wirbelsäule" im Forstgarten lobend erwähnt.
Wann wird der Preis verliehen?
Roland Mönig Die Verleihung des Preises ist am 31. März im Museum in Siegen. Herr de Werd und ich werden den Preis gemeinsam in Empfang nehmen.
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