Kleve: „Er kämpft mit Herz“
VON JÜRGEN LOOSEN - zuletzt aktualisiert: 15.08.2008Kleve (RPO). CDU-Stadtverband Kleve nominierte gestern Abend im Kolpinghaus Theo Brauer mit 90 Prozent der Stimmen als Bürgermeister-Kandidat 2009. Generalsekretär Ronald Pofalla kam vom Rüttgers-Sommerfest zur Gratulation.
20.45 Uhr im Kolpinghaus Kleve: Die Kreisstadt hat einen CDU-Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2009. Der seit 2004 amtierende Erste Bürger Theo Brauer wird auch im nächsten Jahr antreten, ausgestattet mit einem Resultat von 90 Prozent der Stimmen aus den Reihen der Mitglieder des CDU-Stadtverbands. Genauer gesagt: Von 91 Christdemokraten stimmten 74 mit Ja, sieben enthielten sich, es gab neun Gegenstimmen und ein ungültiges Votum. Grund genug für den Bürgermeister, mit seinem Stadtverbandschef Jörg Cosar und dem Generalsekretär der CDU Deutschlands, Ronald Pofalla, der noch rechtzeitig das Sommerfest von NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers in Düsseldorf verlassen hatte, um die Wette zu strahlen. 20.46 Uhr: „Ja, ich nehme die Wahl an!“, sagt Brauer.
Der Blick zurück
Als treuer „Parteisoldat“ und jahrelanger CDU-Stadtverbandsvorsitzender von Kleve organisierte er viele Wahlkämpfe, darunter auch die des heutigen CDU-Generalsekretärs Ronald Pofalla. Dann trat er selbst an: Am 26.9. 2004 kandidierte Theo Brauer als Bürgermeister-Kandidat – und musste mit genau 45,7 Prozent in die Stichwahl gegen Petra Tekath (SPD), die ihrerseits 22,2 Prozent geholt hatte. Die Stichwahl gewann Brauer dann glatt mit 60 Prozent. Bei der Wahl 2009 wird’s anders, denn dann reicht die einfach Mehrheit zur Wahl aus.
Die Grußworte
Vor dem Urnengang der Parteimitglieder hatten Kreisparteichefin Ulrike Ulrich und Landrat Wolfgang Spreen Grußworte gesprochen. Ulrike Ulrich betonte, Ziel sei es, zur Kommunalwahl wieder stärkste politische Kraft in allen 16 Kommunen des Kreises zu bleiben. Das Rezept: „Wir haben keine Tricksilantis und Lügilantis!“ Wolfgang Spreen erläuterte nochmals das Thema Fachhochschule, die bekanntlich ja in Kleve ihren Sitz haben könnte. Die Bewerbung ist im Ministerium abgegeben worden.
Danach präsentierte Jörg Cosar „in gewohnt kurzer Art“ einen Teil der Erfolgsbilanz des Bürgermeisters, nannte Brauer „in der Bevölkerung ausgesprochen beliebt“ und charakterisierte den 59-Jährigen mit wenigen Worten: „Er kämpft mit Herz für die Belange der Stadt und hat Visionen“. Das durchaus vorhandene anfängliche Misstrauen sei breiter Zustimmung gewichen, auch außerhalb der Partei, lobte der CDU-Chef. Er hoffe, dass die Mitglieder dem eintimmigen Votum von Vorstand und Ortsverbänden folge.
Theo Brauer selbst nannte die Bilanz eine Grundlage, „mit Stolz nach vorne zu gucken“, sagte Mitstreitern Dank und urteilte: „Wir sind die einzige Volkspartei in Deutschland und erst recht in dieser Stadt!“
Es durfte gewählt werden, während der Parlamentarische Staatssekretär im NRW-Innenministerium, Manfred Palmen, in einem kurzen Referat erklärte, warum die terminliche Zusammenlegung von Europawahl und Kommunalwahl auf den 7. Juni 2009 Sinn macht.
Nach der Bekanntgabe des Resultates freute sich Ronald Pofalla über das „phantastische Ergebnis“, betonte seine immer enge und gute Zusammenarbeit mit Brauer und fasste des Bürgermeisters Arbeit, ehe er sich der Bundes-SPD und ihrem Verhältnis zur Linkspartei widmete, in einen Satz: „Kleve braucht keine Werbeagentur, weil das keiner besser kann als Theo Brauer!“
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