Kleve: „Slade“ kommt nach Moyland
VON VIVIAN KLEIN - zuletzt aktualisiert: 15.08.2007Kleve (RPO). Glam-Rock aus hochkarätiger Feder steht auf dem Programm beim diesjährigen Open-Air auf Schloss Moyland. Neben der britischen Top-Band „Slade“ geben sich „Sweety Glitter & The Sweethearts“ die Ehre.
bedburg-hau-moyland Hard-Rock im Museum Schloss Moyland, die erfolgreiche Reihe wird fortgesetzt. Am Samstag, 15. September, kommen „Slade“ zum Open-Air. Als echtes Urgestein des Hard- und Glam-Rock, seit 40 Jahren auf der Bühne, passen sie doch hervorragend zum historischen Schloss Moyland. Außerdem wird die Braunschweiger Glamour-Truppe „Sweety Glitter & the Sweethearts“dabei sein , die im Stil der 70er ziemlich bunt auf die Bühne steigen. Glam-Rock eben.
Keine Vorband
Die hochkarätige Bandauswahl im Doppel veranlasste Johannes Look, Verwaltungsdirektor des Museums Schloss Moyland, zur Formulierung: „Wir haben in diesem Jahr keine Vorband. Beide Bands sind Hauptbands.“ Man muss ihm wohl recht geben angesichts der Discografie der beiden Formationen.
„Slade“ hat nach einem Fehlstart in den späten 1960ern (als „Ambrose Slade“) die anfänglichen Schläger-Outfits in die Altkleidersammlung gepackt und sich den Glamour-Stil zugewandt, der die 70er regierte. Und schon ging es für die Briten vor allem mit den Singles steil aufwärts. Klassiker wie „Far Far Away“, „Coz I Luv You“, „Mama Weer All Crazee Now“ oder „May Oh My“ dürften jedem Rock-Fan etwas sagen.
Bis 1976 schafften es alle ihre Singles in die britischen Top 20, sechs auf Platz eins – seit den Beatles war ein solcher Erfolg unerreicht. Wer würde besser zu den schrillen „Slade“ passen als „Sweety Glitter & The Sweethearts“, die nicht etwa entsprechend ihres Namens Schmuse-Epen aus den Instrumenten leiern, sondern kräftig in die Rock-Schublade greifen. Die Band tourte bereits mit Deep Purple, Status Quo und auch Slade. Auch sie gehen ohne Glitzer-Anzug und bunte Fönfrisur-Perrücke gar nicht erst auf die Bühne.
Eben die 70er in Hochform – und dann auch noch in außergewöhnlicher Umgebung. „Die Musik ist auf dem ganzen Museumsgelände zu hören. Wer also mag, kann sich für eine halbe Stunde mit seinem Bier gemütlich in den Kräutergarten setzen und von dort zuhören“, gibt Look einen Tipp. Das Bier wird dabei ein freundliches Diebels sein, denn die niederrheinische Brauerei aus Issum und RWE Rhein-Ruhr sind die Sponsoren für die Open-Air-Reihe.
„Das Markenzeichen der Reihe ist, hier stehen Leute auf der Bühne, die wirklich Musik machen können“, befand Tina Walbers, Marketing Managerin von Diebels. „Das unterstützen wir als niederrheinische Brauerei natürlich gern.“
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