Kleve: Beckmann investiert 1,6 Millionen Euro
VON LUDGER DISTELKAMP - zuletzt aktualisiert: 14.04.2010 - 12:04Kleve (RPO). Das Landhaus Beckmann in Kehrum investiert 1,6 Millionen Euro, weil vor allem im Sommer mehr Kurzurlauber kommen. Die Zimmerkapazität wird um 19 auf 41 erweitert. Gleichzeitig wird ein Wellnessbereich geschaffen. Regionale Gerichte werden in zwei neuen Restaurants serviert.
kalkar-kehrum In der Dorfkneipe auf dem Bauernhof gab es nur sonntags für die Ausflügler einen "strammen Max" oder ein kaltes Kotelett. Knapp 40 Jahre später ist das Landhaus Beckmann in Kehrum für Tagungsgäste von Firmen aus NRW und für Kurzurlauber zu einem Begriff geworden, die wie früher die Gäste an der Theke die persönliche Note des Familienbetriebes schätzen. 1,6 Millionen Euro investiert nun Inhaber Michael Große Holtforth in den Ausbau und in die Modernisierung der Gastronomie und des Hotels. "Vor allem im Sommer ist die Nachfrage von Touristen nach Übernachtungen am Wochenende hoch", sagt der 37-jährige Unternehmer über den Grund für sein Projekt.
Kosmetik und Dampfbad
30 Mitarbeiter
90 Prozent der Investition in Höhe von 1,6 Millionen Euro sind als Aufträge an regionale Firmen vergeben worde, so Michael Große Holtforth.
30 Mitarbeiter sind im Haus beschäftigt, davon die Hälfte als Aushilfen.
Die Investition ist auch getätigt worden, um künftig sich als 4-Sterne-Haus einstufen zu lassen. Bislang hat Beckmann dreieinhalb Sterne.
Weitere Infos unter www.landhaus-beckmann.de
Die Zimmerkapazität wird ab Ende Mai um 19 auf 41 Doppelzimmer mit zwei Junior-Suiten erhöht. Danach werden die bestehenden Zimmer renoviert. Gleichzeitig wird ein Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Massageraum und Kosmetikabteilung geschaffen. Zudem gebe es künftig fünf statt drei Tagungsräume, so Große Holtforth, der gelernter Restaurantfachmann ist. Ende April wird die neue Terrasse mit Küchenstation und Grill eröffnet.
In zwei neu gestalteten Restaurants werden bereits regionale Gerichte serviert. In "Beckmann's Klompenkamer" wird die traditionell gutbürgerliche Küche mit Rinderrouladen, Sauerbraten oder geschmortem Grünkohl gereicht. Heimische Küche mit neuen Ideen mundet in "Beckmann's Tellerrand", beispielsweise das gebratene Matjesfilet in Zwiebelweißweinsauce.
Radfahrer, Kunst- und Kulturinteressierte und mehr Golfspieler, vor allem aus den Niederlanden, kämen als Kurzzeiturlauber ins Landhaus, so der 37-Jährige. Die Touristen machen 40 Prozent der Hotelgäste aus. "Die Mehrheit der Übernachtungen fällt dagegen auf Tagungsbesucher, die die angenehme Atmosphäre, die Ruhe und die schnelle Erreichbarkeit aus den Ballungszentren über die Autobahnen 3 und und 57 schätzen", erklärt Große Holtforth.
Der Restaurantfachmann führt in der vierten Generation den Familienbetrieb, den er im Jahr 2005 von seinen Eltern übernahm. Vater Hermann und Mutter Else, geborene Beckmann, legten den Grundstein für die heutige Gastronomie. Sie bauten ab 1969 den Bauernhof zur Gastronomie mit Sälen um. 1980 eröffnete das Ehepaar das Hotel, weil Ingenieure und andere Mitarbeiter des "Schnellen Brüters" eine Übernachtung in Kalkar suchten. Die gastronomische Karriere der Familie begann 1850, als auf dem Bauernhof nach dem Kirchgang Schnaps verkauft wurde.
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