Kleve: "Bernie" zu Besuch in Indien
VON MICHAEL BAERS - zuletzt aktualisiert: 19.02.2010Kleve (RPO). Unter der Leitung von Pater George Kalachirayil reiste eine 18-köpfige Klever Gruppe gemeinsam mit Pfarrer Benedikt Elshoff durch Indien. Auch Bernhardine Schneppenhorst nahm an dem kulturellen Austausch teil.
KALKAR-niedermörmter Ein prächtiges Alpenpanorama mit Kirche Bäumen und Bergen hängt über ihren Köpfen während Bernhardine Schneppenhorst und Pater George auf der Couch sitzend von ihrer Indienreise berichten. Dementsprechend kontrastreich fielen dann auch die Eindrücke aus, die die Reisegruppe rund um Schneppenhorst, die Freunde kurz "Bernie" nennen, nach 14 Tagen im zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde nach Niedermörmter mitbrachten.
"Wunderschöne Reise"
Rund 1,2 Milliarden Menschen leben in Indien, knapp die Hälfte davon hat laut Weltbank weniger als einen US-Dollar pro Tag zur Verfügung. Und so schwärmt "Bernie" gleichermaßen von der "wunderschönen Reise", wie sie über Armut und Slums "schockiert" war. Organisiert hatte die von der Hauptstadt Neu-Dehli in den Südwesten, nach Kerala, führende Tour mit Bus und Inlandsflügen Pater George Kalachirayil. Der wurde 1961 in dem Bundesstaat an der Malabarküste geboren, gehört zur Gemeinschaft der Karmeliten und leitete gemeinsam mit Pfarrer Benedikt Elshoff die Gruppe von insgesamt 18 Personen durch sein Heimatland.
Nächste Reise geplant
Die nächste Reise nach Indien plant Pater George für den Herbst 2011.
In diesem Jahr wird er am 30. Mai im Gemeindezentrum Kalkar einen "Indischen Abend" unter seiner Leitung veranstalten.
Im Rahmen der Reise überreichte Pfarrer Elshoff eine Spende in Höhe von 1000 Euro an ein Behindertenheim.
Zum Standardprogramm gehörte unter anderem natürlich der Besuch des berühmten Mausoleums Taj Mahal, ein Elefantenritt und eine Bootsfahrt durch das Wasserstraßennetz im Hinterland Keralas. Doch besonderen Einblick in die indische Lebenswelt erhielten die Teilnehmer immer dann, wenn Pater George sie an Orte führte, die jenseits der touristischen Zentren liegen. Der Besuch der ehemaligen Schule Pater Georges blieb Schneppenhorst dabei besonders in Erinnerung. "Alles war bunt geschmückt und wir wurden empfangen als wenn wir sonst wer wären", freute sich die ehemalige Kalkarer Vizebürgermeisterin. Ohnehin seien die Inder "sehr zuvorkommend".
Globus im Wohnzimmer
Während sie das erzählt, fällt der Blick auf ein kleines Tischchen in ihrem Wohnzimmer. Ein Globus und ein mehr als tausend Seiten starkes Buch mit dem Titel "Indien" befinden sich darauf. "In dem Buch steht nur drin, dass man sich auf Indien nicht vorbereiten kann", schmunzelt "Bernie".
Vom "unwahrscheinlich scharfen Essen" war sie demnach ebenso überrascht, wie von den vorfahrtsberechtigten Kühen auf den Straßen. "Das ist ein Leben wie auf einem anderen Stern" resümiert Schneppenhorst lachend. Zurück in Niedermörmter liegen zwischen Alpenidyll und Globus nur wenige Meter – bis nach Indien sind es gut 6200 Kilometer. Pater George sagt, das Ziel der Reise sei ein "kultureller Austausch" gewesen – wer "Bernie" vom Stern Indien berichten hört, weiß, dass dies gelungen ist.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







