Bedburg-Hau: Beuys nach Düsseldorf?
zuletzt aktualisiert: 26.06.2008Bedburg-Hau (RPO). Der Beuys-Bestand und das Beuys-Archiv aus Museum Schloss Moyland sollten doch als Beuys-Zentrum nach Düsseldorf verlegt werden, schlug gestern eine Kommission in Düsseldorf vor, die das nordrhein-westfälische Kulturleben untersuchte. Ministerpräsident Rüttgers wies den Vorschlag sofort und rigoros zurück.
RP-Redakteur Matthias Grass sprach mit Dr. Bettina Paust, komm. Leiterin Museum Schloss Moyland.
Frau Dr. Paust – was sagen Sie zu diesem Vorschlag?
Dr. Bettina Paust Ich bin sprachlos. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat völlig Recht, wenn er ein solches Ansinnen zurückweist. Natürlich müssen der Sammlungsbestand und das Archiv in Moyland bleiben, da gibt es gar keine Diskussion.
Warum sollen Sie am Niederheinbleiben?
Bettina Paust Da ist zunächst einmal die Stiftungssatzung, die inhaltlich klar regelt, dass die Sammlung van der Grinten zu Moyland gehört. Es ist der weltgrößte, zusammenhängende Beuys-Bestand, ergänzt durch die Archivalien des Beuys-Archivs. Das Ganze ist gewachsenen und in sich schlüssig. Dies auseinander zu reißen, wäre fatal. Im übrigen sind wir schon ein Beuys-Zentrum, mit Archiv und der großen Sammlung. Bald kommt auch noch Kleve mit dem Beuys-Atelier dazu.
Für sie ist der Niederrhein das Beuys-Zentrum?
Bettina Paust. Das, was hier zusammengewachsen ist, ist schlüssig. Hier gibt es viele wichtige Stationen im Leben von Joseph Beuys, er wuchs ja hier nicht nur auf. Sammlung und Archiv müssen am Niederrhein bleiben – hier werden sie pflegen und weiterentwickeln.
Sie sehen also gelassen in eine Zukunft mit Beuys in Moyland?
Bettina Paust Natürlich. Das ist auch unser Stiftungsauftrag, den wir auch künftig unverändert umsetzen wollen.
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