Kreis Kleve: Blütenpracht im Kleverland
zuletzt aktualisiert: 23.03.2011Kreis Kleve (RPO). Das Internationale Blumenzwiebel-Centrum (IBC) im niederländischen Hillegom pflanzt jedes Jahr in Privatgärten, um die Verwendungsmöglichkeiten von Blumenzwiebeln zu zeigen. 2011 sind Gärten im Kleverland dabei.
Nach Entwürfen der niederländischen Gartengestalterin Jaqueline van der Kloet wurden im vergangenen Herbst Tausende Blumenzwiebeln in Privatgärten im Raum Nimwegen-Kleve gepflanzt. Die Idee hinter der Aktion: Das Internationale Blumenzwiebel-Centrum (IBC) in Hillegom stattet jedes Jahr Privatgärten mit Blumenzwiebeln aus, um einem internationalen Fachpublikum die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Blumenzwiebeln zu zeigen.
Blüte im April
Insgesamt acht Gärten wurden ausgewählt, darunter drei im Kleverland: die Anlagen von Lucenz-Bender in Bedburg-Hau (Ortsteil Schneppenbaum), Imig-Gerold ebenfalls in Bedburg-Hau sowie Kloster Graefenthal in Goch-Asperden. Spätestens Mitte April soll die Blütenpracht zum Vorschein kommen.
Literatur zum Thema
Im Frühjahr dieses Jahres erscheint im Duisburger Mercator-Verlag ein Buch über den Garten Gerold-Imig. Der Titel lautet "Rosenrausch und Tulpenfieber". Info im Internet (www.bluehende-paradiese.de). Das Buch "Ein Garten fürs Leben" von Lucenz-Bender ist mittlerweile in der 7. Auflage mit einer "Jekyll-Gabel" als Zugabe erschienen.
Die bürgerliche Gartenkultur hat sich in Deutschland erst in den vergangenen zehn Jahren entwickelt. Durch den Zweiten Weltkrieg bedingt, waren die Gärten vor allem Nutzgärten mit Obst und Gemüse zur Versorgung der Familie, mit zunehmendem Wohlstand geriet Gartenarbeit als Ausdruck des Mangels in Misskredit. Heute wird der Hausgarten zunehmend als Gestaltungs- und Lebensraum entdeckt. Das zeigt beispielsweise die erfolgreiche Aktion "Offene Gartenpforte", die sich mittlerweile flächendeckend in der Bundesrepublik etabliert hat.
In der grenzübergreifenden Aktion des Internationalen Blumenzwiebel-Centrums steckt die Anerkennung der bürgerlichen Gartenkultur in Deutschland. Der Garten Lucenz-Bender ist durch seine Narzissenblüte in der deutschen Szene schon lange bekannt. So ist in der Fachzeitschrift "Kraut&Rüben" ein Bericht über Narzissen erschienen, der sich auf den Garten bezieht. Mehr als 12 000 Narzissen blühen in allen Bereichen der rund 4000 Quadratmeter großen Anlage, die jetzt durch Tulpen und besondere Fritillarien (Kaiserkronen) ergänzt wurde.
"Offene Gartenpforte"
Mitte April werden die genannten Gärten von Fachjournalisten aus allen Erdteilen besucht, niederländische und flämische Medienvertreter sowie ein Kreis ausgewählter Gartengestalter aus Deutschland bekommen eine Führung. An den beiden folgenden Wochenenden (16. und 17. April) und zu Ostern sind die Gärten im Rahmen der "Offenen Gartenpforte" für das Publikum geöffnet. Einzelheiten hierzu im Internet (www.gaerten-kleverland.de).
Weitere Informationen erhalten Interessierte bei Manfred Lucenz & Klaus Bender (Mühlenstraße 6 in Bedburg-Hau, Tel. 02821 60270) oder im Informationsbüro für Zwiebelblumen (NED WORK, Kapellstraße 17a, 40479 Düsseldorf, Tel. 0211 6878300, E-Mail izb@nedwork.de).
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