Kleve: Bodenwerte auf hohem Niveau
zuletzt aktualisiert: 02.03.2007Kleve (RPO). Kreis Kleve (RP) Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Kleve hat die Richtwerte für Wohnbauflächen, gewerbliche Bauflächen und land- und forstwirtschaftliche Flächen für alle kreisangehörigen Kommunen beschlossen. Die Preissteigerung für Wohnbauflächen fiel 2006 mit durchschnittlich 1,6 Prozent deutlich geringer aus als im Vorjahr (2,7). Da im gleichen Zeitraum der Verbraucherpreisindex (VPI) um 1,5 Prozent gestiegen ist, wurde mit der letzten Bodenpreissteigerung im Prinzip nur die allgemeine inflationäre Entwicklung aufgefangen.
Im nördlichen Kreisgebiet lag die Steigerung immerhin noch bei 2,0 Prozent, was zum Teil auch mit dem Einfluss der niederländischen Käufer zusammenhängt. Sie machen rund zehn Prozent dieses Marktes aus. Die Kommunen mit dem prozentual stärksten Niederländeranteil bezüglich der Baulandankäufe innerhalb Gemeinde-/Stadtgebiete sind Kranenburg mit 35 Prozent (22 von 62 Kauffälle) und Bedburg-Hau (10 von 51). Die Stadt Kleve hat zwar nur 11,5 Prozent Anteil (122 Baulandverkäufe), ist aber in den Absolutzahlen mit 14 Verkäufen ebenfalls noch relativ stark vertreten. Auffällig war der starke Rückgang in Goch (zwei Fälle), wo 2005 mit 21 Verkaufsfällen noch der stärkste Zustrom zu verzeichnen war.
Quadratmeterpreise bis 200 Euro
Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt aber auch, dass der Bodenwert im Kreis Kleve sich auf hohem Niveau eingependelt hat. Rund 81 Prozent der Käufer kommen aus der jeweiligen Kommune oder aus dem Kreisgebiet. Der potentielle Grundstückskäufer bezahlt zur Zeit für ein Doppelhausgrundstück im Durchschnitt rund 40 000 Euro und für ein Grundstück, das mit einem freistehenden Einfamilienhaus bebaubar ist, rund 72 000 Euro. In guten Lagen, vor allem aber in innerstädtischen und grenznahen Lagen sind Quadratmeterpreise von 170 bis 200 Euro keine Seltenheit mehr.
Einzelabfragen über Grundstücksrichtwerte im Kreis Kleve sind kostenfrei über das Internet zu erhalten. Unter der Adresse www.boris.nrw.de wird dem Interessierten nach Eingabe der Kommune, der Straße und der Hausnummer ein Kartenausschnitt mit Darstellung eines amtlichen Bodenrichtwertes präsentiert Der Ausdruck der Internetabfrage kostet fünf Euro.
Die Bodenrichtwerte können auch bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses in der Kreisverwaltung, Nassauerallee 15-23, Zimmer 213, zu den Geschäftszeiten eingesehen werden. Dort sind auch Exemplare der amtlichen Bodenrichtwertkarten gegen eine Gebühr von 30 Euro je Gemeindegebiet und 40 Euro je Stadtgebiet erhältlich. Darüber hinaus wird eine Kreisübersicht der Bodenrichtwerte in Verbindung mit einer CD für 250 Euro angeboten.
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