Kreis Kleve: Bodo Wißen: „Awo braucht Zuschüsse“
VON MARC CATTELAENS - zuletzt aktualisiert: 23.02.2007Kreis Kleve (RPO). „Es ist ein Unding, dass die AWO nicht weiß, wohin die Reise geht, weil nicht fest steht, ob sie in einigen Bereichen nach 2007 noch mit Zuschüssen rechnen kann“, sagte Bodo Wißen. Der SPD-Landtagsabgeordnete hat die Geschäftsstelle des AWO-Kreisverbands Kleve besucht, um sich ein Bild von den aktuellen Entwicklungen zu machen.
Geschäftsführer Viktor Kämmerer berichtete ihm davon, dass die AWO auf einem guten Weg sei, weil die Sanierung des Kreisverbands abgeschlossen sei. Zudem verfüge die AWO über neue Einrichtungen wie die Maxi-Clubs Kleve oder Schulbetreuungen in acht Kommunen des Kreises. Das Personal der AWO sei auf 75 Mitarbeiter gewachsen, außerdem kämen noch 79 Honorarkräfte hinzu.
Große Probleme befürchtet Kämmerer aber für das nächste Jahr, weil die Zuschüsse für die Arbeitlosenzentren in Kleve, Emmerich und Kevelaer nur bis zu Ende dieses Jahres sichergestellt seien. Dazu Bodo Wißen: „Es ist wichtig, dass über 2007 hinaus gefördert wird“. Er wolle sich für die AWO bei diesem Thema engagieren, „entweder in einem Ministerbrief oder in einer kleinen Anfrage im Landtag“, so Wißen. In anderen Bereichen sei die Höhe der Zuschüsse bei gestiegenen Lohnkosten seit Jahren gleich. „Wir müssen uns überlegen, ob wir uns beispielsweise die Familienbildung überhaupt noch leisten können“, so Kämmerer.
Kämmerer berichtete dem Landtagsabgeordneten, dass das Arbeitslosenzentrum Kleve im letzten Jahr von 2631 Personen aufgesucht worden sei. Auch die Schwangerschaftskonfliktberatung laufe erfolgreich. So habe sich die Zahl der von der AWO betreuten minderjährigen Schwangeren von 46 im Jahr 2004 auf 27 im Jahr 2006 verringert. Die AWO wolle nun eine halbe Stelle für einen Sozialpädagogen oder -arbeiter in der Schwangerschaftskonfliktberatung ausschreiben.
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