Kleve: CDU-Kleve: Aufeinander zugegangen
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 30.11.2006Kleve (RPO). Sie haben lange und ausführlich diskutiert: Fünf Stunden saßen am Dienstagabend die Klever CDU-Fraktion und der Stadtverbandschef zusammen und diskutierten die Krise, die sich aus dem Wechsel von CDU-Ratsfrau Dr. Elisabeth van Heesch-Orgass zu den Grünen ergeben hatte.
Fazit: „Es war ein gutes Gespräch“, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Jörg Cosar gestern im RP-Gespräch. Die Fraktionsabläufe seien gut, urteilte Cosar. Die CDU bringe Kleve nach vorne. Aber: „Wir müssen an der Außendarstellung arbeiten. Das wird sich bald ändern - wie gesagt: es war ein gutes Gespräch“. Auch habe man viele Missverständnisse ausgeräumt. „Man ist aufeinander zugegangen. Das ist sehr wichtig“, freute sich Cosar.
Die Vorwürfe gegen CDU-Fraktionschef Janssen wies Jörg Cosar klar zurück: „Die Angriffe gegen Udo Janssen sind falsch. Die Probleme um das Ratsmandat von Frau van Heesch-Orgass liegen in der Ortschaft Donsbrüggen begründet“. Hier erwarte der Bürger die stete Präsenz des Ratsmitgliedes auf Sport- oder Mühlenfesten. „Diese Repräsentanz war aber nicht gegeben“, so Cosar. Darüber habe es auch im Vorfeld Gespräche zwischen dem Ortsverbandsvorsitzenden, dem Fraktionschef und ihm als Stadtverbandsvorsitzenden gegeben. „Ich habe kein Verständnis dafür, dass man so einfach nach über 20 Jahren Parteizugehörigkeit die Fronten wechselt“, sagt Cosar.
Sicher seien Ratsmitglieder auch als Person gewählt, doch stehe hinter dieser Person auch die Wahl für eine Partei und deren Grundsätze. Deshalb sei ein solcher Wechsel zwischen Parteien für ihn keine „normale Angelegenheit“, so der CDU-Stadtverbandsvorsitzende.
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