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Kleve: City bald bis Hochschule

VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 07.09.2010 - 10:24

Kleve (RPO). Die Stadt Kleve möchte mittelfristig die Lücke zwischen Hochschule und City schließen. Der Bauausschuss wird Donnerstag über eine Fläche beraten, auf die Betriebe umgesiedelt werden könnten.

Jürgen Rauer, Technischer Beigeordneter der Stadt Kleve.  Foto: RPO
Jürgen Rauer, Technischer Beigeordneter der Stadt Kleve. Foto: RPO

Kleve baut um: In rund neun Monaten soll der Neubau der Unterstadt mit Rathaussanierung beginnen, und auf dem Gelände der HRW wächst ein Hochschulgebäude nach dem anderen in die Höhe. Jetzt kommt auch Bewegung in die Fläche zwischen Hochschule und City. Dort liegt derzeit ein "innenstadtnaher, großflächiger Einzelhandelsbetrieb mit nicht-zentralrelevanten Sortimenten", formuliert es die Vorlage des Fachbereichs Bauen und Planen zur kommenden Bauausschusssitzung am Donnerstag, 17 Uhr. Ein Betrieb, der nicht erweitern kann und seinen Sitz innerhalb des Stadtgebietes verlagern möchte, so der Fachbereich in der Vorlage weiter.

Flächennutzungsplan

Der Ausschuss soll in seiner Sitzung im Rathaus über eine entsprechende Nutzungsplanänderuntg debattieren. Zwischen Hochschule und Innenstadt liegt der Hagebaumarkt.

Info

Lücke schließen

Die Vergabe der Lose für die Unterstadtbebauung soll bis Endes des Jahres über die Bühne sein. Das Verfahren zur Entwicklung der Unterstadt reichte allerdings nur bis zur Hafenstraße. Der Bereich der beiden Baumärkte Dorsemagen und Swertz (Hagebau) blieb unberücksichtigt. Die spätere Planung für die Hochschule erfasste das Hafengebiet. Um den Bereich zwischen Hochschule und Innenstadt überplanen zu können, muss die Flächennutzungsplanänderung abgewartet werden – so der Bauausschuss grünes Licht gibt.

"Aus städtebaulicher Sicht ist diese Umsiedlung zu begrüßen", legen Kleves Stadtplaner den Ausschussmitgliedern nahe. Zumal dieser großflächige Einzelhandelsbetrieb dort kaum noch Entwicklungsmöglichkeiten habe. Und verkehrstechnisch schwer zu erreichen ist. Wie maßgeschneidert erscheint da die fast 4,8 Hektar große Fläche, die die Stadt Kleve an der B9 jetzt ausweist: zwischen Tweestrom, Klever Ring und Fuij-Straße.

Für diesen Bereich soll in einem ersten Schritt Planungsrecht geschaffen werden. Der Standort sei vor allem auch verkehrstechnisch günstig für die angestrebte Nutzung. Nach der Änderung des Flächennutzungsplanes soll die Aufstellung eines Bebauungsplanes folgen, sagte gestern Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer.

"Das ist zunächst einmal eine Angebotsplanung – wir befinden uns in einem ganz frühen Stadium, das Ganze wird nicht gleich morgen umgesetzt werden können", sagt Rauer. In eineinhalb bis zwei Jahren sei man soweit, an eine Umsiedlung des "innenstadtnahen, großflächigen Einzelhandelsbetrieb mit nicht-zentralrelevanten Sortimenten" zu denken, so der Technische Beigeordnete weiter.

Rauer unterstrich, dass gerade dieser städtische Bereich durch die Unterstadtentwicklung und den Bau der Hochschule enorm aufgewertet werden. "Das Interesse von Eigentümern und Investoren an einer geänderten, höherwertigen Nutzung auch dieses Bereiches ist geweckt", bestätigt Rauer.

Die Stadt sieht jedenfalls eine große Chance in einer möglichen Umsiedlung des Betriebes zwischen Hochschule und Innenstadt: "Wir können den bisherigen Standort städtebaulich neu ordnen und einer angemessenen und zukunftsorientierten Nutzung zuführen. Die kann auch hochschulaffin sein", blickt Rauer in die Zukunft.

Quelle: RP

 
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