Kleve: Das junge Kleve fördern
zuletzt aktualisiert: 19.07.2011Kleve (RP). Die Arbeitsgemeinschaft der Klever Bildungseinrichtungen veranstaltet eine Workshop-Serie für Jugendliche. Das Ziel: Gemeinsam Ideen für ein junges, attraktives Kleve entwickeln. Dr. Kurt Kreiten im Gespräch.
Wie sieht Kleves Zukunft aus? Und wie würden Jugendliche die Stadt verändern, in der sie später vielleicht selbst einmal mit ihren Kindern leben? Mit der kostenlosen Workshop-Reihe "Deine Stadt. Deine Ideen.Deine Meinung" will die Arbeitsgemeinschaft der Klever Bildungseinrichtungen darauf eine Antwort finden und jungen Erwachsenen die Möglichkeit geben, selbst gesellschaftspolitisch aktiv zu werden.
Die acht Workshops werden vom 30. September bis zum 2. Oktober in den Räumlichkeiten der Wasserburg Rindern stattfinden. RP-Mitarbeiterin Ildiko Holderer sprach mit Dr. Kurt Kreiten, Direktor der Wasserburg Rindern, darüber.
Was erhoffen Sie und Ihre Kollegen sich von diesen Workshops?
Dr. Kurt Kreiten Wir wollen die Klever Jugendlichen erreichen, um Impulse und Anregungen für die Stadtentwicklung zu sammeln. Kleve soll attraktiver werden für junge Leute.
Anmeldung und Infos
Interessierte 15- bis 20-Jährige können sich bei der Wasserburg Rindern und der VHS Kleve informieren. Die Workshops finden vom 30. September bis zum 2. Oktober in den Räumlichkeiten der Wasserburg Rindern statt. Anmeldungen bis zum 23. September per E-Mail: info@wasserburg-rindern.de oder gudrun.otto@kleve.de. Wer an den öffentlichen Veranstaltungen der Workshops teilnehmen will, kann sich ebenfalls bei der Wasserburg oder der VHS informieren. Flyer und Plakate werden auf Anfrage zugeschickt.
Wie werden diese Workshops aussehen? Was wird den Jugendlichen geboten?
Kreiten Wir haben eine Vielzahl von Angeboten, um auch den unterschiedlichen Begabungen und Interessen der Jugendlichen gerecht zu werden. Da gibt es eine Zukunftswerkstatt, Kunstprojekte, Medienwerkstätte oder auch einen Theaterworkshop. Ebenfalls angeboten wird der "Workshop Poetry Slam" für junge Dichter, die ihre Alltagseindrücke zu Papier bringen wollen.
Wer leitet die Workshops?
Kreiten Die Leiter sind alle in verschiedenen Formen in der Jugendarbeit aktiv. Der Theaterworkshop zum Beispiel wird von Harald Kleinecke vom "Theater im Fluss" geleitet, die Teilnehmer des "Workshops Poetry Slam" dürfen von den professionellen "Slam Poeten" Sebastian23 und Lars Ruppel lernen.
Wie ist die Idee für dieses Projekt entstanden?
Kreiten Unsere Arbeitsgemeinschaft hat die Idee für die Workshops in langer Vorarbeit entwickelt. Ein Argument für ein Projekt dieser Art ist die neue Dynamik unserer Stadt, die sich durch die Hochschule Rhein-Waal ergibt. Grade jetzt ist es wichtig, für junge Erwachsene ansprechend zu sein. Vor allem mit dem Anspruch, mittelfristig eine Studentenstadt zu werden.
Und die 15- bis 20-jährigen Teilnehmer sollen die Möglichkeit haben, da selbst aktiv zu werden.
Kreiten Viele Leute haben ja das Vorurteil, dass Jugendliche und junge Erwachsene sich zu wenig für Politik interessieren und sich nicht genug engagieren. Damit wollen wir durch dieses Projekt auch aufräumen.
Das Zitat von Max Frisch auf den Plakaten, "Demokratie heißt, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen", ist demnach eine Art Leitspruch für die Workshops?
Kreiten Genau, junge Menschen sollen hier auf der Wasserburg Rindern zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermutigt werden. Wir fangen lokal an, motivieren zum Einmischen und Mitreden. Die Teilnehmer können die Chance ergreifen und das Vorurteil vom desinteressierten Jugendlichen widerlegen.
Von offizieller Seite hat es offenbar auch großen Zuspruch für die Workshops gegeben.
Kreiten Unser Bürgermeister Theodor Brauer übernimmt die Schirmherrschaft für die Veranstaltung. Und der Fachbereich für Jugend und Familie der Stadt Kleve hat als Teil der Arbeitsgemeinschaft das Konzept mitentwickelt. Wenn das Projekt gut läuft, werden wir auf der Basis der Anstöße, die wir bekommen, weiterarbeiten. Wo viele Menschen zusammenkommen, kommen auch viele Ideen zusammen.
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