Kleve: Das moderne Kleve schaffen
zuletzt aktualisiert: 18.06.2008Kleve (RPO). Die CDU startet früh in den Wahlkampf und setzt die Themen für die Lokalpolitik: Verkehrswege, Schule, Sicherheit und nicht zuletzt die Planung Minoritenplatz/Hafen sollen die Diskussionen bestimmen
Der Klever CDU-Vorstand hat mit Bürgermeister Theo Brauer seinen Kandidaten aufs Schild gehoben. Er muss jetzt noch von der Mitgliederversammlung gewählt werden. Gleichzeitig zurrte der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Jörg Cosar, die Themen für die nächste Ratsperiode fest, mit denen die Partei auch in den Wahlkampf gehen will. Mit Jörg Cosar sprach RP-Redakteur Matthias Grass.
Herr Cosar – eines der beherrschenden Themen in Kleve ist die Diskussion um den Ausbau Minoritenplatz, Hafen, Rathaus?
Jörg Cosar Es ist ein ganz wichtiges Thema für die Fortentwicklung der Stadt. Wir wollen hier Leben, Wohnen, Verwalten und Einkaufen verbinden und Kleve wieder mit seinem Wasser vereinen.
Thema Schule
Ein Thema liegt dem langjährigen Vorsitzenden der Klever Stadtschulpflegschaft natürlich besonders am Herzen: die Schule. Die Diskussion um das mehrgliedrige Schulsystem werde auch in den Kommunalwahlkampf reichen, sagt er. Darauf sei man vorbereitet: Kleve investiere inzwischen in die Schulgebäude.
In welchem Zeitraum soll das Projekt umgesetzt werden?
Cosar Wenn der Vorschlag per Bürgerentscheid zur Kommunalwahl durchgeht, wird es zügig losgehen. Wir möchten schon, dass wir in der kommenden Ratsperiode diesen Plan auch umsetzen.
Es gibt viele Städte, in denen solche Projekte nach der Umsetzung mangels Qualität nicht rühmlich für die Außenwirkung der Stadt sind.
Cosar Das stimmt – und das wollen wir unbedingt vermeiden. Die Gestaltung des Minoritenplatzes und des Hafens bis hin zum Opschlag muss für Kleve zum Alleinstellungsmerkmal werden, muss eine deutliche Klever Handschrift tragen und darf nicht eines der auswechselbaren Zentren sein, wie man sie heute in jeder Stadt sieht. Das muss eine richtige Flaniermeile werden, die Kleve noch attraktiver macht. Ein Stadtteil, der auch abends lebt, der für alle Generationen attraktiv sein muss mit einer ansprechenden Gastronomie.
Das hört sich gut an – aber gibt es für solch anspruchsvolle Aufgaben auch Investoren?
Cosar Momentan gibt es viele Investoren, die dieses städtische Filetstück bebauen möchten. Sie erkennen, dass in Kleve etwas passieren wird. Es sind auch welche dabei, die die Qualitätsansprüche umsetzen wollen. Denn wichtig ist doch: Wir müssen hier das Merkmal für das moderne Kleve setzen. Wir müssen hier etwas schaffen, das als Kleve des 21. Jahrhunderts neben der Burg bestehen kann. Und das sollte auch für einen Investor eine spannende Aufgabe sein. Die Frage nach der Qualität wird natürlich vertraglich abgesichert werden müssen.
Ein ganz anderes Thema: Donsbrüggen verlangt nach einer Umgehung . . .
Cosar Das sind eigentlich zwei Themen. Aber eins vorweg: Die B9neu in ihrer alten Planung können wir wohl vergessen. Trotzdem brauchen wir einen Anschluss in Richtung Nimwegen/Niederlande, der auch die Umgehung für Donsbrüggen bietet. Was dann hinter der Stadtgrenze Kleve passiert, das ist vor allem Sache der Kranenburger, mit denen wir intensiv im Gespräch sind.
Wie soll die Umgehung aussehen?
Cosar Das ist zunächst einmal ein dringliches Planungsprojekt. Dazu müssen wir den Kompromiss finden, der für Mensch und Natur das Maximum bringt.
Anbindung an NL – fehlt da nicht eine Schienenverbindung?
Cosar Sicher – aber das Gute an der Draisine ist, dass sie uns diese Anbindung offen hält. Was jetzt eine Touristenattraktion ist, kann ja später eine gute Zugverbindung werden. Ein solcher Zug würde Kleve ja wieder näher an Nimwegen mit seiner Uni und den Arbeitsplätzen dort bringen.
Stichwort Uni – wie steht die CDU zur Fachhochschule?
Cosar Dass der Kreis sich um die Fachhochschule bewirbt, ist im Ansatz richtig. Wichtig ist dabei, dass Kleve mit dem Campus eine gewisse Vorarbeit geleistet hat und für eine Fachhochschule ein ausgewiesenes Grundstück besitz und dass der Kreis mit seiner Kreisstadt intensiv im Gespräch bleibt.
Ein Letztes: Wann kommt die Ostumgehung Kellen?
Cosar Die Ostumgehung ist durch – und alle warten dringend auf den Beginn. Ich hoffe, dass das in den nächsten fünf Jahren verwirklicht wird – aber darauf haben wir ja nur bedingten Einfluss, weil es eine Bundesstraße ist.
Danke für das Gespräch . . .
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