Kleve: „Das war meine Traumrolle“
zuletzt aktualisiert: 17.09.2007Kleve (RPO). In den 1960er Jahren hat die Roller der Nscho-tschi die französische Schauspielerin Marie Versini in Deutschland berühmt gemacht. Zu einer Wiederaufführung von „Winnetou I“ war sie nach Kleve gekommen. RP-Mitarbeiter Guido Schwartges sprach mit ihr über Karl May und ihr Leben.
Sind sie selbst Karl May-Fan?
Marie Versini Ja, seitdem ich ein sehr, sehr kleines Mädchen war. Mein Vater hat Karl May in Deutschland entdeckt und mir dann abends immer die Geschichten von Winnetou und Old Shatterhand erzählt.
Sie sind als Nscho-tschi bekannt und beliebt, was verbinden sie mit der Rolle?
Versini Es war eine Traumrolle für mich, bereits mit sieben Jahren, habe ich am Strand Nscho-tschi gespielt, mit meinem Bruder und einem Cousin als Winnetou und Old Shatterhand. Ich fühle mich inzwischen als eine Art geistige Tochter von Karl May und bemühe mich, ihn bei den Menschen lebendig zu halten.
Was ist Ihnen wichtig im Leben?
Versini Die Liebe. Sie ist das Wichtigste für mich und ich bin sehr glücklich. Seit 40 Jahren bin ich mit meinem Mann, Pierre Viallet, verheiratet und es ist immer noch wie am ersten Tag.
Was verbinden Sie mit Deutschland?
Versini Ich sage heute, ich bin eine Deutsch-Korsin. Ich hatte hier viel Erfolg und Freude und habe die Deutschen kennen gelernt. Auch ihre Sprache habe ich gelernt, es ist eine sehr schöne Sprache, aber auch eine sehr schwere. Ich liebe deutsche Gedichte, unter anderem von Eichendorff.
Sie waren 1993 das letzte Mal im Fernsehen zu sehen, was machen Sie heute?
Versini Ich schreibe. Ich habe meine Biographie geschrieben: „Ich war Winnetous Schwester“. Und gemeinsam mit meinem Mann habe ich einen Western geschrieben. Außerdem habe ich eine T-Shirt-Linie herausgebracht mit den Symbolen NT und zwei weiteren indianischen Totems, gemeinsam mit meinem Mann.
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