Kleve: Der Herr der Ringe in Kleve
VON ELLEN SCHLÜTTER - zuletzt aktualisiert: 16.07.2008Kleve (RPO). „Die ganze Sache ist größer geworden, als ich am Anfang gedacht hätte“, freut sich Thomas Hermsen über sein aktuelles musikalisches Großprojekt: „Der Herr der Ringe“ als Blasorchester-Sinfonie. War anfangs nur ein Konzert als Anschluss geplant, so sind mittlerweile auch rund um die Musik viele Menschen beteiligt: Moderatoren, Tanzgarde und Künstler. Auch die Tolkien-Interessengemeinschaft hat sich angekündigt, um sich mit einem Stand zu präsentieren.
Zwei Workshop-Wochenenden
Mitte August findet der erste Workshop mit Dozenten der Musikhochschule Münster und der Landesmusikakademie Heek in Coesfeld statt. Ende August wird es einen zweiten Workshop in den Räumen der USK Kleve geben, bei dem Dirigent Bernd Mertens die einzelnen Sätze mit dem Gesamtorchester einstudiert. Am 6. September sind die Ergebnisse in einem Abschlusskonzert in der Klever Stadthalle zu hören.
Erste Eindrücke sammelten die Musiker schon bei einer offenen Probe (die RP berichtete). „Es sollte die Möglichkeit geben, ganz unverbindlich in das Projekt und das Musikstück reinzuschnuppern“, erklärt Hermsen den Hintergrund. Nachdem zuerst noch einige Instrumente fehlten, ist das Orchester nun komplett. 67 Musiker haben sich angemeldet, die meisten von ihnen kommen aus dem Kreis Kleve, aber auch aus dem Umland und den Niederlanden.
Die fünf Sätze der Sinfonie, von Johann de Meij thematisieren charakteristische Figuren der beliebten Fantasy-Trilogie. Im ersten Satz wird der mächtige Zauberer Gandalf beschrieben. Auch den Elben und dem hinterlistigem Wesen Gollum ist ein Satz gewidmet. Fröhlich und beschwingt endet die Symphonie mit der musikalischen Darstellung der sorglosen Hobbits im Stile eines Volkstanzes.
Nicht nur in musikalischer Hinsicht nimmt das „Herr der Ringe“-Projekt, für das Bürgermeister Theodor Brauer die Schirmherrschaft übernommen hat, Form an. Für die Moderation konnten die Schauspieler Rolf Zacher und Alexander Schottky gewonnen werden. In kurzen Einleitungen werden sie den Zuhörern den folgenden Satz erklären.
Mit Licht- und Geräuscheffekten und passenden Requisiten soll die Musik stimmungsvoll ergänzt werden. Hermsen lobt auch die Beteiligung der Tanzgarde Krunekroane aus Kranenburg: „Während der Sinfonie werden die Tänzerinnen eine dezente Darstellung zeigen.“ Ein Bild aus der Sinfonie, das der deutsche Airbrushmeister Louis du Chateau während des Konzerts anfertigt, wird für einen guten Zweck versteigert. Für Hermsen ist das Projekt schon jetzt geglückt: „Es ist toll zu sehen, wie sich das Projekt entwickelt hat. Und das Abschlusskonzert wird sicherlich sehr schön.“





