Kleve: Der letzte Rasenschnitt
VON GUIDO SCHWARTGES - zuletzt aktualisiert: 27.10.2009Kleve (RPO). Die Zeit jetzt ist genau richtig, um den heimischen Garten winterfest zu machen. Gras, Bäume und Pflanzen brauchen eine unterschiedliche Behandlung. Wer es selbst nicht mehr kann, holt sich Experten.
Längst sind mehr als nur die ersten Blätter von den Laubbäumen gefallen und für die Gartenbesitzer wird es höchste Zeit, die heimischen Refugien für den Winter vorzubereiten. "Es steht der letzte Mähgang an", sagt Stephan Kohl, Diplom Ingenieur und Chef von Sahlberg Garten- und Landschaftsbau aus Kalkar. Wichtig ist dabei, den Rasen nicht zu kurz zu schneiden. Vier Zentimeter seien optimal, erklärt Norbert Mähler, damit Licht an die Wurzeln komme. Und der Chef von Mähler Garten- und Landschaftsbau empfiehlt anschließend den Rasen mit Kohlensaurem Kalk zu düngen.
Laub im Garten ist nicht unbedingt etwas Schlechtes, auch wenn es dem ästhetischen Empfinden vieler Gartenliebhaber zuwider läuft. Die Frage ist nur wo. Auf dem Rasen sollte es auf keinen Fall liegen bleiben, denn wenn es sich dort zersetzt, kann das Gleiche mit dem Rasen passieren.
Außerdem besteht die Gefahr, dass er unter der Laubschicht schimmelt. Pflanzflächen hingegen sind meist dankbar für eine Laubdecke – wenn sie nicht zu dick wird. Denn Laub hält einen Teil der Kälte und damit des Frostes vom Boden fern und dient gleichzeitig als Dünger. Temperaturempfindliche Pflanzen, die im Garten stehen, sollten generell mit Laubanhäufungen geschützt werden, empfiehlt Experte Stephan Kohl.
Alle anderen nicht Frost festen Pflanzen sollten mit ihren Kübeln aus der Kälte geholt werden. Oleander könne durchaus im Keller eingelagert werden, sagt Gartenbauer Norbert Mähler. Palmen hingegen bräuchten Licht und sollten eher im Wintergarten untergebracht werden. Wo kein Platz dafür vorhanden ist, lohnt eine Anfrage im Gärtnerbetrieb. Denn verschiedene Gärtner würden Treibhausflächen im Winter für Kübelpflanzen vermieten, so Mähler.
Hecken sollten jetzt Ende Oktober generell nicht mehr geschnitten werden. Die Zeit dafür war im September. Bäume, verwelkte Staudengewächse und Rosen könnten problemlos bis zum März geschnitten werden. Einzige Ausnahme: Ahorn, Wallnuss und Birke sollten nach Mitte November nicht mehr angefasst werden, da sie sonst "bluteten", erklärt Mähler. Aber jetzt ist Pflanzzeit. Wer Blumenzwiebeln und Pflanzen in die Erde bringen will, kann das problemlos tun. Dabei ist nur zu beachten, dass die Dicke der Zwiebel an Erde über sie gehäuft werden sollte, so der Expertentipp.
Für die Garten- und Landschaftsbauer ist der Herbst Hochzeit. Viele Menschen, die sich nicht mehr selbst um ihren Garten kümmern wollen oder können, beauftragen dann eins der fachkundigen Unternehmen.
Einen Festpreis gibt es für die Arbeiten nicht. Der wird immer individuell erstellt, abhängig von Bepflanzung, Geländeart, Größe und Pflegewunsch.
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