Kleve: Der Umtausch-Samstag
VON JENS HELMUS - zuletzt aktualisiert: 29.12.2008Kleve (RPO). Die Klever City war auch am Samstag wieder bestens gefüllt: Am ersten geschäftsoffenen Tag nach Weihnachten kamen Kunden, Ware zu tauschen, Gutscheine oder die Geldgeschenke nach eigenem Wunsch umzusetzen
Zu groß, zu klein, doppelt oder in der falschen Farbe – die Gründe für einen Umtausch sind vielfältig, vor allem Kleidung geht nicht selten zweimal über die Ladentheke. Doch die „Weihnachts-Nachwehen“, wie es nicht nur viele klever Geschäftsleute spaßeshalber nennen, haben auch einen positiven Aspekt: Kunden, die den Laden einmal betreten haben, sind oft geneigt, neben dem Umtausch auch etwas Neues zu kaufen. Und so kommt es, dass die Tage nach Weihnachten (auch deshalb) mit zu den umsatzstärksten Tagen des ganzen Jahres gehören.
In der letzten Woche berichteten wir vom „Geschenke-Samstag“ – dem letzten Samstag vor dem Weihnachtsfest, an dem sich die Geschäfte der Klever Innenstadt über so viele kauffreudige Besucher hatten freuen können.
Umtauschrecht
Wenn man etwas kauft, dann geht man damit rechtlich einen Vertrag ein – und Verträge sind ja bekanntlich bindend. So etwas wie ein generelles Umtauschrecht bei mangelfreier Ware existiert also nicht, wenn ein Händler trotzdem Umtausch anbietet, dann meist aus reiner Kulanz und auch dann nur zeitlich begrenzt.
Wer ein Geschenk umtauschen will, sollte immer den Kassenbon dabei haben. Einige Händler verlangen zudem, dass die Ware in der Originalverpackung und mit Preisschild zurückgegeben wird. Beides muss der Käufer ebenso akzeptieren wie Umtauschfristen, sagen Verbrauchertipps
Die Suche nach Geschenken ist nun erst mal vorbei, doch auch an den Tagen nach Weihnachten kann sich die Innenstadt nicht über leere Fußgängerzonen beklagen: Das Umtausch-Geschäft wurde am Samstag eingeläutet und zieht zahlreiche Menschen, die ihre Präsente umtauschen möchten, in Kleves Geschäfte.
Wer das erhoffte Geschenk doch nicht von den Liebsten bekommen hat, geht an den letzten Tagen des Jahres gerne in die Stadt, um sich nachträglich selber zu bescheren. „An den Tagen nach Weihnachten sind traditionell viele Kunden da, die Waren umtauschen möchten. Aber auch die Kauflust der Kunden ist nach dem großen Fest nicht etwa gedämmt, wie man vielleicht annehmen könnte“, erklärt eine Schmuckverkäuferin. „Die Anzahl der Umtauschgeschäfte hat bei uns allerdings leicht abgenommen, das liegt vor allem an den vielen Gutscheinen, die verschenkt werden.“ Elektrogeschäfte, Buchhändler und Parfümerien verkaufen vor Weihnachten zunehmend Gutscheine, die dann nach den Feiertagen eingelöst werden.
Weihnachtsmänner
Die Händler freut‘s, denn dadurch haben sie weniger Arbeit mit dem Umtausch von Waren. Und auch für die Kunden hat die Gutschrift einen großen Vorteil: Der Schenkende ist auf der sicheren Seite, denn der Beschenkte kann sich sein Präsent selber aussuchen. Neben den gut gefüllten Geschäften stach beim RP-Stadtbummel am Samstag noch etwas ins Auge: Sie sind noch da, die Weihnachtsmänner! Obwohl das Fest nun endgültig vorbei ist, gibt es die Schokoladenmännchen noch zu kaufen, und zwar stark reduziert. Wer also gerne Schokolade isst und keine Skrupel hat, die süß-schmeckenden Weihnachtsmänner auch nach dem Weihnachtsfest noch zu verspeisen, der sollte bei diesem Schnäppchen unbedingt zugreifen – solange der Vorrat reicht!
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