Kleve: DGB: Mit Kampfwillen gegen die Krise
VON CHARLOTTE STAUSBERG - zuletzt aktualisiert: 27.04.2009Kleve (RPO). kreis Kleve Der Arbeitnehmerempfang 2009 des DGB-Kreisverbands Kleve in Haus Riswick im Zeichen der Wirtschaftskrise: Ein Plädoyer für Zusammenhalt, Eigeninititive und Kampfwille im Angesicht einer hoch komplexen Situation. Die Forderung des DGB zum 1. Mai lautete: "Arbeit für alle bei fairem Lohn!" Nach der Begrüßungsrede des Vorsitzenden des DGB-Ortsverbandes, Rolf Wennekers, überbrachte Bürgermeister Theo Brauer die Grüße: "Noch nie haben wir so einen ernsten Arbeitnehmerempfang erleben müssen!", stellte er fest. "Es ist wichtig, Zuversicht zu entwickeln und den Kopf nicht in den Sand zu stecken", sagte Brauer. Kleve als Hochschulstandort biete viele Chancen, nicht nur hinsichtlich eines breiten Angebots an Bildung, sondern auch bezüglich des Schaffens von Arbeitsplätzen.
Investitionen nötig
"Investitionen sind notwendig, um Arbeitnehmern eine Chancen zu geben", erklärte Brauer. Dennoch ist die Situation auch in Kleve schwierig. Indikatoren dafür sind auch der Wegfall von 130 Arbeitsplätzen bei NSC und von 60 Arbeitsplätzen bei den Feinkost Werken Walter Rau. "Es ist wichtig, diese Entwicklungen nicht nur zur Kenntnis zur nehmen, sondern auch darüber nachzudenken und wehrhafter zu werden!", machte Brauer deutlich. "Man muss sich fragen, wo nur zum Wohle eines Einzelnen gehandelt wird". Auch die Entwicklungen am Airport in Weeze müsse man kritisch betrachten. "Man nimmt damit einer Region ihre Grundlage weg, sich weiter zu entwickeln!"
Auch der DGB-Vorsitzende der Region Niederrhein Rainer Bischoff fand deutliche Worte: "Das Ausmaß der Krise erinnert an 1929. Die Ursache der jetzigen Situation ist im Kasinokapitalismus zu suchen!", erklärte Bischoff. Es handele sich um eine strukturelle Krise, und von daher gelte es Strukturen zu hinterfragen und zu verändern. "Es macht keinen Sinn, das Kasino wieder von hinten zu betreten!".
Die Wertschöpfung
Bischoff betonte, dass Wertschöpfung durch Produktion stattfinden müsse und nicht etwa durch den Verkauf von Wertpapieren. Die Krise und Veränderungen, auch Themen im Wahljahr 2009. "Wir müssen Leute ins Parlament wählen, die das Soziale voranstellen, anstelle einer neoliberalen Politik!", sagte Bischoff. Man dürfe nicht nur feststellen, dass alle anderen alles falsch machten, sondern müsse sich auch die Frage stellen, was man selber tue, um es zu verhindern. Schließlich verwies Bischoff auf die Bedeutung des DGB: "Die Gewerkschaften sind das Stärkste, was die Schwächsten in unserer Gesellschaft haben!"
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