Kleve: Die Kulturstadt Kleve
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 30.08.2008Kleve (RPO). Das große Angebot soll noch besser und gezielter vermarktet werden. Runder Tisch der Experten beschäftigt sich mit dem Thema. Museen Kurhaus und Schloss Moyland haben längst Kultstatus erreicht.
Es wird einen runden Tisch in Kleve geben, an dem alle Kultutreibenden sich einbringen können und der alle Kulturtermine der Stadt sammeln und verbreiten soll. Das soll zumindest über den Internetauftritt der Stadt abrufbar sein, sagt Annette Wier, Kulturamtsleiterin der Stadt Kleve. „Im Jahr 2008 erwarte ich auch, dass eine Stadt ihre Veranstaltungen dort gebündelt und aktualisiert bekannt gibt“, pflichtete Klaus Hommel bei, Vorsitzender des Freundeskreises Museum Kurhaus/Haus Koekkoek und Direktor des Amtsgerichts Kleve. Einig waren sich nämlich alle Teilnehmer der Zukunftstwerkstatt der Rheinischen Post und der Volksbank Kleverland, dass das reichhaltige Kulturangebot der Stadt deutlich besser und gezielter vermarktet werden muss. Thema der Werkstatt: Kleve – Kulturhauptstadt am Niederrhein ?.
Die Zukunftswerkstatt
Gäste bei der Zukunftswerkstatt der Volksbank Kleverland und der RP zum Thema: „Kleve – Kulturhauptstadt?“ in der Volksbank waren:
Sigrun Hintzen, Konzerte der Stadt Kleve, Sofia Tuchard, Sprecherin Museum Schloss Moyland, Annette Wier, Kulturamtsleiterin Kleve, Klaus Hommel, Vorsitzender Freundeskreis (Kleve), Hans Geurts, Vorsitzender Förderverein (Moyland), Dr. Roland Mönig, Museum Kurhaus Kleve, Bruno Schmitz, Kulturmanager
Die Moderation hatten Volksbank-Vorstandssprecher Frank Ruffing und Kleves RP-Redaktionsleiter Jürgen Loosen.
Immer schon Kultur
Kleve ist immer schon Kulturstadt gewesen. Das bestätigte Dr. Roland Mönig vom Museum Kurhaus: Die alte Herzogstadt sei linksrheinisch immer eine Residenz- oder Verwaltungsstadt gewesen, und das damit verbundene Bildungsbürgertum aufgeschlossen der Aufklärung gegenüber gewesen. Daran habe sich bis heute nichts geändert: gerade im 20. Jahrhundert habe sich Kleve als Museumsstadt einen Namen gemacht. Allerdings frage er sich, ob man sich Kultur-Haupt-Stadt nennen dürfe, angesichts solcher Vielfalt, wie man sie in Großstädten mit eigenem Stadttheater Duisburg und Krefeld habe. Da stimmten Bruno Schmitz als Kulturmanager und Sigrun Hintzen für die Konzerte der Stadt zu. Es sei schon eine Auszeichnung, dass man Kleve mit Stolz als Kulturstadt bezeichnen dürfe.
Hans Geurts als Vorsitzender des Fördervereins Museum Schloss Moyland und Klaus Hommel waren sich sowohl einig, dass es Felder gibt, auf denen die beiden Häuser vernünftig koordiniert zusammenarbeiten können (beispielsweise bei Eintrittskarten), dass sich allerdings auf der anderen Seite die Häuser ihre Profile erarbeitet haben, mit denen sie sich bestens auf dem nationalen und internationalen Museumsmarkt behaupten können. „Das können wir und dürfen wir nicht zusammenführen“, so die beiden Fördervereinsvorsitzenden. Hommel: „Wir haben eine Super-Ausstellungspolitik und einen irrsinnigen Rückhalt in der Bevölkerung“.
Der Kultstatus
Schmitz ordnete die Museen als Kulturprojekte ein, die zum Selbstläufer geworden seien. Kurz: „Sie haben Kult-Status erreicht“. Ein Produkt mit Kultstatus sei allerdings auch die Cinque-Sommernacht: „Es kommen 2000 Gäste zu diesem Großevent im Forstgarten!“, so der Kulturmanager.
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