Kleve: Die Stimme Afrikas
VON LENA VERFÜRTH - zuletzt aktualisiert: 29.11.2008Kleve (RPO). Elke Kleuren-Schryvers erstes Buch „Kinderleben in Afrika – Kein Kinderspiel“ wurde pünktlich vor Weihnachten zum Hörbuch vertont. Mal verzweifelt, mal ermutigend erzählt es die Lebensgeschichten afrikanischer Kinder.
Leichte Kost sind die Geschichten nicht. Manche der Kinder, von denen Elke Kleuren-Schryvers berichtet, haben es nicht geschafft, sind nicht mehr am Leben. „Die Geschichten handeln davon, wie man als Helfer resigniert, aber einige geben ganz viel Mut, weil sich einige Menschen hervorragend entwickelt haben, gesundheitlich und auch bildungsmäßig“, sagt Kleuren-Schryvers.
Aus den 233 Buchseiten von „Kinderleben in Afrika – Kein Kinderspiel“ sind 330 Leseminuten entstanden. Fünf CDs, in einer Auflage von 500 Stück, haben die WDR-Redakteure Steffi Neu und Ludger Kazmierczak ehrenamtlich besprochen, ebenso ehrenamtlich die gesamte Produktion, die Tim Verfondern vom Soundbox Studio Kleve übernommen hat.
Aufbruchsstimmung
Die Erfahrungen aus 15 Jahren Entwicklungsarbeit stecken in dem Projekt. „Das Hörbuch erzählt von dem Wandel, den man selbst mitmacht“, sagt die Ärztin, „von der ersten Begegnung mit Kindern, die an Aids erkrankt oder mangel- und unterernährten waren bis zu den letzten“. Ihre ersten fünf Jahre beschreibt sie mit „Revolution“, die mittleren fünf Jahre habe sie viel hinterfragt, die letzte Phase sei die der „Demütigen Kooperation“ gewesen.
Für die nächsten fünf Jahre ist schon viel geplant, „wir werden humanitär angreifen“, blickt sie hoffnungsvoll in die Zukunft. Erst vor wenigen Tagen habe die Weseler Hilfsorganisation „Wir helfen Kindern weltweit“ rund 480 000 Euro für den Bau von 36 Brunnen im Niger zugesagt. Damit werde, so die Ärztin, in zwei bis drei Jahren fast eine Million Menschen der Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht.
Berühmte Gastredner
Neben den Erfahrungsberichten aus europäischer Sicht sind auf der CD auch einige Kapitel, in denen „Afrika spricht“, so Kleuren-Schryvers weiter. Gastbeiträge der ehemaligen beninischen Außenministerin Mariam Diallo, der ehemaligen Gesundheitsministerin Flore Gambo und des nigerianischen Generalvikars Laurent Lompo geben in deutscher Übersetzung eine afrikanischen Insiderblick auf die Situation vor Ort.
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