Kleve: Doppelerfolg für Josef Wilbers
VON STEPHAN DERKS - zuletzt aktualisiert: 11.07.2008Kleve (RPO). Doppelerfolg für den Weezer Züchter Josef Wilbers. Denn mit der in seinem Besitz befindlichen FS Chesny (Cheenook/Florina Corti/Cortino 2) stellte er nach den Kleinpferden auch die Siegerstute bei den dreijährigen Warmblütern.
Erste Reservesiegerstute wurde Sunshine K (Sir Donnerhall/StPr.St. Fee/FlorestanI), gezogen und im Besitz des Straeleners Hermann Kretz. Und mit Completta (Contender/pia NE/Pilot) stellte der Gelderner Hans Esters die Dritte im Bunde, die sich für die Elite-Stutenschau (18. September in Wickrath) qualifiziert hat.
Stark anhaltender Regen
Dabei musste sich die Bewertungskommission um den Zuchtleiter des Rheinischen Pferdestammbuches, Martin Spoo, der am zweiten Tag der Stuteneintragung und Fohlenschau des Kreispferdezuchtvereins Kleve neben Achim Frenzen, Georg Kellerwesel auch Landesstallmeisterin Susanne Schmitt-Rimkus angehörte, arg konzentrieren. Denn die Vorstellung der Stuten litt unter dem starken Regen, so dass die Juroren trotz schwierigen Bodens die positiven Momente zu ergründen hatte.
Trotz Regens präsentierten sich die Reitpferde in vier äußerst interessanten Ringen, in denen sie zunächst einzeln vom Typ, Gebäude, dem Gang in seiner Korrektheit und dem Schwung unter die Lupe genommen wurden.
Das war schon bildschön, in den Grundkonstruktionen mit allen Vorzügen einer Zuchtstute ausgestattet, mit sehr viel Charme und einem sportlichen Pedigree (Stammbaum), was hier durch die Bank auf der Dreieckbahn vorgestellt wurde. Dabei bewiesen die Stuten unter anderem ein gutes Hinterbein, gut konstruierte Hufen, exakte Oberlinie sowie eine ideale Schulter- und Halspartie.
Keine leichte Aufgabe für die Bewertungskommission die Kreissiegerstute zu prämieren. „Wir können uns insgesamt gesehen mit dem Schaufenster der zweitägigen Pferdeschau in unserer Region zufrieden zeigen“, erklärte August Camp, Vorsitzender des Kreispferdezuchtvereins. Ein Kompliment an die Züchter, die wieder einmal das richtige Händchen bezüglich der Anpaarung bewiesen hatten. Aber auch den Nachwuchszüchter, die zeitweise triefend nass die Stuten mit ihrem Nachwuchs in Szene setzten (was angesichts des rutschigen Geläufs am zweiten Tag der Schau überhaupt nicht leicht war), galt es ein Kompliment für ihren Einsatz zu machen.
Neben rund 400 Pferden mit ihren Besitzern und Züchtern, tummelten sich im Reitsportzentrum Heidhausen an beiden Tagen auch viele Familien, die ihren Tagesausflug zu dieser großen Pferdeschau verlegt hatten. Vor Ort auch Kreisveterinärdirektorin Dr. Sylvia Heesen, die durchaus von der Qualität der vorgestellten Tiere angetan war. Gab dieser unter anderem doch auch reichlich Aufschluss über die Qualität des aktuellen Fohlenjahrgangs, der für die Züchter als richtungweisend bezeichnet werden kann, da Vererbungstendenzen der Stutenlinien und der eingesetzten Zuchthengste deutlich wurden.
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